Neue Webseite über das Zellengefängnis
Nach der monatelangen Rasengeneration hat der Geschichtspark Zellengefängnis seit Juni wieder geöffnet. Und eine neue Webseite hat er auch. Wie sieht die aus?
Nach der monatelangen Rasengeneration hat der Geschichtspark Zellengefängnis seit Juni wieder geöffnet. Und eine neue Webseite hat er auch. Wie sieht die aus?

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand hat ihren Internetauftritt über die Geschichte der Haftanstalt in der Lehrter Straße aktualisiert. Die stellte sie bei einer Veranstaltung zur „Lebenssituation der Häftlinge im Zellengefängnis“ Mitte April vor: https://www.zellengefaengnis-lehrterstrasse.de/
Anlass der Gedenkveranstaltung war der 81. Jahrestag der Mordaktion an 18 Häftlingen zwischen dem 22. und 24. April 1945, die auch auf der Webseite prominent dargestellt ist.
Aufbau der Webseite:
Unter „Das Zellengefängnis“ wird die Bau- und Nutzungsgeschichte mit Aufklapp-Menues anschaulich und knapp für die verschiedenen Zeitabschnitte dargestellt. Ein Schwerpunkt sind die Mordaktionen Ende April 1945.
Biografien von 369 Gefangenen sind alphabetisch aufgelistet, nach Namen kann gesucht werden. Dokumentiert sind außerdem Fotos, Eintragungen im Gefangenenbuch, Verhaftungslisten, Anklageschriften und Urteile, Haftzeichnungen, Entlassungsscheine, sowie Zitate aus späteren Erinnerungen von Häftlingen.
Eine Liste von „Publikationen“ ergänzt diese Seite. Zwei davon über die Mordaktionen Ende April 1945 kann man herunterladen.
Für die Überarbeitung zentral waren die Ergebnisse der jahrelangen Forschung von Dr. Johannes Tuchel, des ehemaligen Leiters der Gedenkstätte. Dieser präsentierte seine Arbeit auch bei der Gedenkveranstaltung. Zwischen den Erläuterungen las Kaspar Nürnberg, Geschäftsführer Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., Texte aus Briefen, Kassibern und späteren Erinnerungen der Gefangenen vor.
Auch wenn ihr glaubt, schon alles über das Zellengefängnis zu wissen, lohnt es sich, mal reinzuschauen.
Zu empfehlen ist auch ein schon ein paar Jahre alter Audiowalk über Albrecht Haushofer von Anna Opel und Ruth Johanna Benrath zum kostenlosen Download:
https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/online-angebote/audiowalk-haushofer/
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