Wie ich einmal von Krähen attackiert wurde, als ich meiner Nachbarin Pesto vorbeibringen wollte

Die Vögel sahen mich als Gefahr. Dabei wollte ich nur eine Freundin besuchen. Von einer Begegnung wie bei Hitchcock.

Wie ich einmal von Krähen attackiert wurde, als ich meiner Nachbarin Pesto vorbeibringen wollte
Bild: "The Birds", Universal Pictures
Bild: "The Birds", Universal Pictures

Plötzlich spüre ich Füße im Haar. Ich bin auf dem Weg ins Hinterhaus, um einer Nachbarin ein Glas Pesto zu bringen. Sie hatte mir Kräuter dafür gegeben und ich wollte mich bedanken. Ich sehe noch, wie ein Jungvogel auf dem Asphalt herumhüpft, niedlich sieht er aus. Plötzlich stürzen sich zwei Nebelkrähen auf mich. Sie flattern mir um den Kopf, ihre Flügel schlagen mir ins Gesicht. Ich erschrecke mich, umklammere das Pesto-Glas und gehe schnellen Schrittes weiter. 

Hinter dem Gartenzaun steht auch schon der Nachbar und schwingt einen Knüppel. „Die verteidigen nur ihr Junges“, sage ich. „Die haben meine Frau angegriffen!“, ruft er. Die Krähen lassen auch von mir nicht ab, dreimal schon spürte ich ihre Krallen auf meiner Kopfhaut. 

Endlich im Treppenhaus knalle ich ihnen die Tür vor dem Schnabel zu. 

An der Wohnung meiner Nachbarin angekommen empfängt mich der nächste Schreck. Sie ist nicht zuhause. Das heißt, dass ich nicht durch ihre Wohnung auf die Straße gehen kann, sondern zurück durch den Innenhof laufen muss. Vorbei an den wilden Biestern. Ich stelle das Pestoglas vor ihrer Tür ab, nehme Anlauf und renne durch den Hof in den Durchgang zum Vorderhaus. 

Aber die Krähen sind schnell, wieder schlägt eine mir die Flügel um die Ohren und landet kurz auf meinem Kopf. Ich flüchte ins Treppenhaus und schreibe eine Nachricht in unseren Haus-Chat, um andere Nachbar:innen zu warnen. 

Bis zu diesem Erlebnis hätte ich gesagt, dass es keine wilden Tiere in Berlin gebe. Und irgendwie stimmt es ja auch. Mir ist nichts passiert. Die Krähen hätten mit ihren harten Schnäbeln auf mich einhacken können. So nah war ich dem Vogeljungen wohl noch nicht gekommen. 

Trotzdem hoffe ich, dass es bald erwachsen ist und ich meinen Hinterhof wieder betreten kann. Immerhin steht mein Fahrrad noch darin.

Übrigens: Wenn euch ähnliches passieren sollte, hat der NABU hier eine Anleitung für richtiges Verhalten zusammengestellt.

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