Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Bereits Ende April eröffnete die Pop-Up-Werkstatt im rostroten Überseecontainer vor dem ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik) in der Siemensstraße (Artikel in der Berliner Woche). Dort haben im Mai bereits zwei öffentliche Workshops des BAUFACHFRAU Berlin e. V. stattgefunden für Leute, die interessiert sind "Restholz zu vermöbeln". Die vierstündigen Workshops gibt es donnerstags und sonntags. Sie sind kostenlos, doch muss man oder frau sich vorher anmelden. Die jeweiligen Termine sind hier herunterzuladen und im Veranstaltungskalender von MoabitOnline zu finden.
Die Produkte aus der ".hikk-Upcycling-Kollektion", die bei den verschiedenen Workshops entstehen, tragen so witzige Namen wie Wippo, Foxy, Appendera oder Janus, es sind ein Schaukelstuhl, Couchtische, Garderobenleiste, ein kleines Regal und verschiedene Sitzgelegenheiten. Hier auf Seite 2 sind sie zu finden.
Gestern beim 16. Gütermarkt, dem zweiten in 2016, war der Bau des "Janus" an der Reihe, einer Getränkekiste, die sich nach dem Auspacken auf der Wiese in einen kleinen Hocker verwandeln lässt. Auf dem Foto rechts oben bereiten Jenny, die ihren Bundesfreiwilligendienst bei den Baufachfrauen absolviert, Johanna, die ihr Freiwilliges ökologischen Jahr dort leistet und die Baufachfrau Tjorven schon mal akurat die benötigten Teile vor, damit die Workshop-Teilnehmer_innen es später einfacher haben.
Das Interesse ist groß: Projektleiterin, Jutta Ziegler, ist ständig im Gespräch, erklärt das Projekt und sammelt Mailadressen von Interessent_innen. Wer selbst mit Holz baut, kann sich auch Restholz zuschneiden lassen. Eine Anwohnerin besichtigt das kleine Lager im Container, weil sie noch Bretter braucht um eine aus Paletten gebaute Kopfstütze für ihr Bett fertigzustellen.
Das Ziel des Projektes ".hikk offensiv - Holz im Kreativkreislauf" ist die Abfallvermeidung durch Wiederverwendung von Restholz, das bei Tischlereien anfällt. 20 Kubikmeter monatlich waren es alleine in der eigenen Tischlerei für Möbel- und Messebau der Baufachfrauen, holzart. So kam die Idee auf Freizeit- und Bildungseinrichtungen, soziale Projekte und holzverarbeitende Betriebe zusammenzubringen. Gemeinschaftliches Bauen und Upcycling soll angeregt werden und Menschen motiviert werden, wieder etwas selbst herzustellen.
Die Pop-Up-Werkstatt im ZK/U ist nur eine von unzähligen Aktivitäten. In Moabit entwickeln die Baufachfrauen gemeinsam mit dem Nachbarschaftshaus Stadtschloss Moabit, dem Frechen Spatz e.V. und dem ZK/U größere Objekte und Raumausstattungen. Anfang des Jahreshatten sie einen Projektaufruf gestartet, in dem gemeinnützige Träger ihre Ideen einreichen konnten. Diese drei wurden ausgewählt. Für das ZK/U z.B. sollen Aufsätze für Lastenfahrräder entstehen, die als mobiler Messestand oder mobile Küche dienen können. Bei einem Upcycling Festival im Herbst werden sie vorgestellt.
Gefördert wird das Projekt ".hikk offensiv" von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) für 2 Jahre.
Kontakt und Anmeldung für die Workshops: BAUFACHFRAU Berlin e.V., Lehderstraße 108, 13086 Berlin Projektleitung: Dipl. Ing. Jutta Ziegler, Dipl. Ing. Isabel Schmidt Tel: 030 920921-76, FAX 030 9251964, mail: hikk[at]baufachfrau-berlin[.]de Facebook
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.
Zum sechsten Jahrestags des rechtsextremen Terroranschlags in Hanau gedenken die Moabiter Omas gegen Rechts der Ermordeten. Und wollen dabei ein klares Zeichen setzen.