Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
Dreck weg – Blumen pflanzen – Nachbarnschaftstreffen
Die erfolgreiche Aktion vom September 2012 geht in die zweite Runde: am 27. April von 12 bis 16 Uhr werden Anwohner, Geschäftsinhaber, Verwandte und Freunde auf dem Abschnitt zwischen Turm- und Waldenser Straße gemeinsam ihre Emdener Straße verschönern. Organisiert wird die Aktion vom Verein Moabit e.V.. Hier ist die Einladung herunterzuladen. In diesem Aufruf wird alles genau erklärt. Von 10 bis 17 Uhr ist die Straße gesperrt, mindestens 20 Baumscheiben werden begrünt, Holzzäune bemalt und ein Stromkasten künstlerisch gestaltet. Jede/r sollte etwas mitbringen: Kuchen, Getränke, Blumen, Werkzeug, Musik ... Die BSR, der Schulgarten, die Schildkröte helfen wie schon im vergangenen Herbst und viele Geschäfte und Anwohner/innen beteiligen sich (s. unten).
Dreck weg - Blumen pflanzen - Nachbarn kennenlernen
Unter diesem Motto organisiert der Verein MOABIT IST BESTE am kommenden Samstag eine Nachbarschaftsaktion in der Emdener Straße.
Von 12 bis 16 Uhr ist die Emdener Straße von der Turmstraße bis zur Waldenser Straße gesperrt und komplett autofrei. Auch kein parkendes Blech soll bei der Arbeit stören!
Tische und Stühle werden auf die Straße gestellt. Bei Kaffee und Kuchen können Nachbarn sich kennenlernen. Doch vor dem Vergnügen ist Arbeit angesagt, die gemeinsam auch Spaß macht. Der Dreck wird weggeräumt, die wuchernden Hecken und Sträucher in den Pflanzbeeten beschnitten und viele Blumen gepflanzt.
An Nachbarinnen und Nachbarn aus der Emdener Straße wurden 750 Einladungen verteilt, in denen es heißt: "Jeder kann was mitbringen, ob Kuchen oder Getränke, Blumen oder Werkzeug, Musik oder Luftballons, alles ist herzlich willkommen. Niemand bekommt für diese Aktion Geld oder wird bezahlt, es ist eine Anwohner-Initiative vom Verein MOABIT IST BESTE, eine selbst-organisierte Nachbarschafts-Straßen-Aktion."
Dabei gibt es viele Unterstützer_innen nicht nur aus der Nachbarschaft: Kostenlose Müllsäcke, Besen, Greifzangen, Handschuhe und Westen stellt die Berliner Stadtreinigung. Das Grünflächenamt Mitte bringt 3 Kubikmeter Blumenerde. Der Schulgarten in der Birkenstrasse hilft mit Schaufeln, Harken, Heckenscheren etc. Die Schildkröte GmbH leiht einen Lieferwagen, weitere Geräte und kommt mit vier Quartiersarbeitern. Die Kiezläufer haben das Flugblatt verteilt. Die Baufirma MV Optima unterstützt mit Werkzeug. Der Landschaftsplaner Alexander Kujus berät beim Pflanzen und spendet Tulpenzwiebeln. Von ihm bekommt jeder Blumenbeet-Paten eine Gießkanne als Motivation und Dankeschön. Angelika von Blumen Hetzer neben Hertie spendet Pflanzen. HakanYetisyigit vom Computer-Laden und Herausgeber der Suri News hat die Poster gestaltet und gesponsort. Der Zeitungskiosk, der Pflegedienst Dosteli, CJD Berlin / Jugendmigrationsdienst promigra und viele andere mehr werden mitmachen. Frank Wolf, unser Kapitän Kiez stellt Bänke und Tische und öffnet extra für diesen Tag sein Café Moabit.
Die Nachbarschaftsaktion in der Emdener Straße findet im Rahmen des vom Tagesspiegel initiierten Aktionstages "Saubere Sache" statt. In dieser Zeitung wurde bereits darüber und über viele andere Saubere Sache Aktionen in der ganzen Stadt berichtet.
Samstag, 15. September 2012 von 12:00-16:00 Uhr Emdenerstrasse zwischen Turm- und Waldenserstrasse
Auf eine weitere Aktivität des Vereins MOABIT IST BESTE soll hier noch hingewiesen werden: Am Freitag, den 14. September ab 19 Uhr sowie an den folgenden drei Freitagen kann man (mit Anmeldung!) an Moabiter Kneipentouren teilnehmen. Mehr Infos im Veranstaltungskalender, in diesem Infoblatt, auf der neuen Webseite des Vereins und im Interview mit Philip Schreiterer und Heinrich Strößenreuther in der Berliner Zeitung.
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.