Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
Morgen findet in der Berliner Innenstadt die Megaspree-Parade statt, schon im vergangenen Jahr ein fröhlicher Zug mit karnevalesken Zügen, viel Musik und Kunstaktionen. Erstmalig wird es auch einen Moabiter Zug geben, der vom Verein für eine billige Prachtstraße - Lehrter Straße e.V. angemeldet wurde. Dazu haben sich die Aktiven aus der Lehrter Straße angesichts der sichtbaren und spürbaren Veränderungen in ihrer Straße, angesichts der Pläne für eine stark verdichtete Bebauung an der Heidestraße, angesichts der Plänen für die Bebaung des Mittelbereichs der Lehrter Straße, wo Kleingewerbe und Gärten der Eisenbahner-Landwirtschaft wegfallen sollen, und angesichts weiterer Bauprojekte, wie dem Hamberger Großmarkt an der Siemensstraße entschlossen.
Treffpunkt am Samstag, 10. Juli um 15 Uhr Lehrter / Ecke Kruppstraße. Wer noch keine eigenen Transparente, Kostüme, Musikinstrumente, Figuren dabei hat - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - kann sich vor Ort noch Sandwiches gestalten. Papier und Pappen liegen bereit.
Los geht es dann um 16 Uhr über die Lehrter Straße / Invalidenstraße / Brunnenstraße. Dort triffen sich die Moabiter mit dem Zug, der aus Prenzlauer Berg vom Mauerpark her kommt. Mit Lautsprecherwagen und Tanzmusik wird es dann vermutlich schon lauter. Nach einer Zwischenkundgebung am Rosenthaler Platz geht es weiter zum Roten Rathaus, wo die anderen Züge der Megaspree-Parade vom Tacheles, das seit Anfang des Jahres von Räumung bedroht ist und jetzt ganz akut, aus Friedrichshain, Kreuzberg und Treptow / Neukölln zu einem großen bunten Protestfest zusammentreffen als sichtbares Zeichen für eine Stadt, die nicht nur vom Geld regiert werden darf.
Gentrifikation / Gentrifizierung ist der sozialwissenschaftliche Ausdruck für die Vertreibung alteingesessener Bevölkerung aus ihren Kiezen aus ökonomischen Gründen, z.B. steigende Mieten.
Ein paar ausgewählte Fotos auf vielfachen Wunsch (Fotograf: Django)
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.