Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
HipHopper und BMX-Artistit Frank Wolf - alias doa21 hat 2008 die Moabit-Hymne (free Download) geschrieben, zu der im Mai 2009 gemeinsam mit vielen jugendlichen Moabitern ein Video gedreht wurde. In Kürze wird es auf der Moabit-ist-Beste Seite zu sehen sein, einen kurzen Trailer findet man dort jetzt schon. Im Bredowtreff, Wolfgang-Scheunemann-Haus, stellt Frank Wolf am 26. Juni sein Video vor, bei einer HipHop Party. Hier bietet er Nachwuchsrappern die Möglichkeit sich zu präsentieren: Von 17 bis 22 Uhr läuft ein umfangreiches Programm.
Finanziert wird das durch den Verkauf der Moabit-ist-Beste T-Shirts im Kleinen Kiezladen in der Elberfelder Straße 4. Hier treten doa21 und K-Pum nochmal kurz auf und doa21 legt auf, eine spaßige Aktion hinter der Theke am folgenden Sonntag, den 28. Juni von 15 bis 18 Uhr als T-Shirt Release Party.
Frank Wolf ist im Wedding geboren, am Hansaplatz aufgewachsen, besuchte die Hansa-Grundschule und die Hedwig-Dohm-Oberschule. Heute wohnt er in der Elberfelder Straße. HipHop begeistert ihn und seine Freunde seit ihrer Jugend als Sprache der Straße. Am Hansaplatz begannen sie ihre BMX-Karriere. Der Film E.T. brachte BMX-Räder nach Deutschland, das unbändiges Freiheitsgefühl der Jugend drückte und drückt sich immer noch in deren Beherrschung aus. Bald zogen die Jugendlichen auf den Breitscheid-Platz und konnten mit waghalsigen Kunststücken Geld einsammeln. Es folgten Auftritte in Fernsehshows und Varietés. Seine Ausbildung als Gas- und Wasserinstallateur hat Frank zu Ende gemacht und rät allen Jugendlichen, das gleiche zu tun. Mit Musik Geld verdienen, bleibt meist ein unerfüllter Traum. Er selbst lebt von den BMX-Shows. Ein anstrengendes Geschäft, immer fit bleiben, immer unterwegs.
Wer mehr über Frank Wolf wissen möchte, hat die Auswahl: Bei Wildstylemag ist im Herbst 2008 ein Interview erschienen und ich habe ihn für die neueste Ausgabe der LiesSte, Zeitung für den Stephankiez, interviet.
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.