Sie lauern in Berliner Grünanlagen, attackieren hilflose Omas, Parkbankschläfer und Kinder. Die Eichenprozessionsspinner, auch bekannt unter ihrem Gang- und Sprühernamen EPS. Wir haben mit verschiedenen fiktiven Moabitern gesprochen: Wie verbringen sie ihren Alltag in Zeiten des Ausnahmezustands?
Jugendliche in einem Moabiter Park. Plötzlich erscheint die Polizei, ein Anwohner hat sie gerufen. "Was heckt ihr wieder aus? Verschwindet!" brüllt er. "Versammlungsfreiheit", erwidern die Jugendlichen lässig…Sie sind zwischen 13 und 20 Jahre alt, wohnen im Wedding und in Moabit und solche Erfahrungen machen sie immer wieder: abfällige Blicke, Anfeindungen, Alltagsrassismus - acht Jugendliche mit Migrationshintergrund aus dem Iran, Libanon, der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien haben auf die Bühne gebracht, was ihnen täglich begegnet. Die Jugendlichen haben in den letzten 14 Monaten ein Stück entwickelt in dem sie eine Reise von Moabit ins Deutschland der 30er Jahre und wieder zurück machen, immer auf der Suche nach Kinderrechten. Dabei haben sie sich von der Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden Hedy Epstein "Erinnern ist nicht genug" (Unrast Verlag 1999) inspirieren lassen…
Sehen Sie einige Szenen der Theateraufführung der Jugendtheaterwerkstatt Moabit, festgehalten von Jürgen Schwenzel. [mygal=080507-jugendtheaterwerkstatt]
Tierwohl, Gentrifizierung und Aktivismus. Die Potsdamer Autorin Anna Mai hat einen unterhaltsamen Lokal-Krimi geschrieben. Warum der sich gerade zu Ostern lohnt.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?