Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
Nun ist die Englische Telefonzelle vor dem Rathaus Tiergarten wieder in Stand gesetzt und glänzt rot unter den Bäumen. Das Probetelefonat führte Bezirksbürgermeister Hanke vor kurzem. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Vandalismusschäden beseitigt werden.
Die frühere "Britische Schutzmacht" hatte dem damaligen Bezirk Tiergarten diese typische Englische Telefonzelle geschenkt. Sie war zerstört, beschmiert und kein schöner Anblick mehr. Nun ist sie mit Hilfe mehrerer Gewerke des Jugendhilfeträgers Zukunftsbau GmbH wieder hergestellt und bereichert das Stadtbild an der Moabiter Turmstraße mit ihrer hier doch eher irritierenden Anwesenheit.
Doch auch an den Englischen Telefonzellen in England geht der Zahn der Zeit nicht spurlos vorbei. Während wir glauben die roten Häuschen sind für das Straßenbild in London so unverzichtbar wie Big Ben oder die Doppeldeckerbusse, sieht das die Telefongesellschaft British Telecom ganz anders. Seit 2002 wurden landesweit bereits 31.000 Telefonzellen abgebaut und auch die restlichen 61.700 sind nicht mehr rentabel. Wer braucht im Handyzeitalter noch Münztelefone? Unter Denkmalschutz stehen nur etwa 2.800 Exemplare der "red box", die Giles Gilbert Scott 1924 für einen Wettbewerb der Post entworfen hatte. Er wollte sie eigentlich silberfarben, doch die Post entschied sich für rot. Bild.de-Kolumnistin Shila Bejat hat gefühlvoll Abschied genommen. Es gab Proteste. Künstler machten auf den Verlust des Kulturguts aufmerksam und die British Telecom lenkte ein: Kommunen können für eine Gebühr von 500 Pfund (etwa 630 Euro) jährlich die Telefonhäuschen adoptieren.
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.