Sie lauern in Berliner Grünanlagen, attackieren hilflose Omas, Parkbankschläfer und Kinder. Die Eichenprozessionsspinner, auch bekannt unter ihrem Gang- und Sprühernamen EPS. Wir haben mit verschiedenen fiktiven Moabitern gesprochen: Wie verbringen sie ihren Alltag in Zeiten des Ausnahmezustands?
Seit einigen Wochen stehen vor dem Rathaus Tiergarten drei auffallende Säulen der Portrait-Ausstellung „Zerstörte Vielfalt“ (Hier einige Infos in der Pressemappe). Im Rahmen dieses Themenjahres sind an vielen Orten Berlins im Straßenraum sogenannte „Stadtmarkierungen“ aufgestellt. Hier in Moabit wird der Weg der Deportierten beschrieben:
30.000 Menschen sind vom Bahnhof Putlitzstraße oder Güterbahnhof Moabit, beide Bezeichnungen sind gebräuchlich deportiert worden. Am hellichten Tage wurden Gruppen von 1.000 Menschen oder mehr vom Sammellager in der Synagoge Levetzowstraße durch die Moabiter Straßen zum Deportationsbahnhof getrieben. Erstaunlicherweise gibt es keine Fotos von Deportationen aus Berlin, was das Wegschauen und Nicht-wissen-wollen der überwiegenden Mehrheit der Deutschen aufzeigt.
Historische Ausstellungen tendieren ja häufig dazu etwas textlastig zu sein, und bei der momentanen Witterung mag mancher vielleicht nicht so lange vor den Säulen stehen bleiben. Da ist es ganz vorteilhaft, dass diese Texte auf der Internet-Seite nachgelesen werden können und zwar hier:
Die Liste aller aus Moabit Deportierten kann bei der Initiative "Sie waren Nachbarn" heruntergeladen werden, ebenso wie eine Liste der verlegten Stolpersteine. Am Samstag vor Ostern, den 30. März, werden vor dem Haus Jagowstraße 44 sieben neue Stolpersteine verlegt. Und hier geht es zur Webseite Stolpersteine in Berlin.
Nachtrag
: Artikel in der Berliner Woche mit Hinweisen auf weitere Standorte in Tiergarten.
Sie lauern in Berliner Grünanlagen, attackieren hilflose Omas, Parkbankschläfer und Kinder. Die Eichenprozessionsspinner, auch bekannt unter ihrem Gang- und Sprühernamen EPS. Wir haben mit verschiedenen fiktiven Moabitern gesprochen: Wie verbringen sie ihren Alltag in Zeiten des Ausnahmezustands?
Das Unternehmen plant mehrere neue Gebäude, die auf Kosten der Umwelt gehen werden. Noch gibt es die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Warum das sinnvoll ist und wie das geht.