Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
„Singen wirkt“, findet Andrea Tober vom Education-Programm der Berliner Philharmoniker, das Dirigent Simon Rattle vor über zehn Jahren am Hause etabliert hatte. Seiner Ansicht nach sollte ein Orchester nicht nur Konzerte geben, sondern auch in die Gesellschaft hinein wirken. Die Idee zum Projekt „Vokalhelden“ ist einfach erklärt: es geht darum, mit Kindern ohne Vorkenntnisse kreativ zu arbeiten. Bisher wurden dazu sehr erfolgreich vor allem Tanzprojekte entwickelt, nach zehn Jahren soll nun etwas Neues ausprobiert werden.
Was lag da näher, als sich für Singen, die ursprünglichste Art des Musizierens, zu entscheiden? Also wurde ein Chorprogramm für 7- bis 12-jährige Jungen und Mädchen, deren Hintergrund sonst wenig Heranführung an Musik bietet, aufgelegt. Die „Vokalhelden“ proben nicht an Schulen. Den auch räumlichen Abstand zur Schule findet Andrea Tober ganz wichtig, weshalb mit Unterstützung der QMs Probenorte wie das Moabiter Stadtschloss, aber auch zwei Standorte in Hellersdorf und Schöneberg-Nord gefunden wurden. Das Team der Philharmoniker, das vor Ort aktiv ist, besteht mit Barbara Rucha und Clemens Mall aus zwei Dirigenten, hinzu kommt eine Stimmbildnerin. In Moabit wird Clemens Mall die „Vokalhelden“ dirigieren, die „kein steifer Knabenchor mit Frack und Schleife sein werden“, so Andrea Tober. „Es soll cool sein mitzusingen.“ Das Repertoire bewegt sich von Jazz über Rock und Pop bis zur Klassik, es wird viel Bewegung bei den Proben und auch gesundes Essen geben.
Der komplette „Vokalhelden“-Chor, der aus drei Teilchören in den drei Bezirken besteht, wird bei mehreren Gelegenheiten zusammentreffen. Sobald die kleinen Sängerinnen und Sänger sattelfest sind, stehen Auftritte an - nicht nur bei Stadtteilfesten und in Grundschulen, sondern auch in der Philharmonie. Nächsten Sommer werden die Kinder dort bei „Carmina Burana“ mitwirken, und für Anfang 2014 ist eine viertägige „Chorfreizeit“ geplant. „Wir wollen uns mit allen Interessierten vernetzen, um die musikalische Bildung voranzutreiben“, so Andrea Tober, die für das von der Deutschen Bank finanzierte Projekt bewusst Standorte gesucht hatte, an denen man „Musik brauchen kann.“ Und sie betont, dass „auch wir bei den ‚Vokalhelden’ viel lernen, denn es ist kein fertiges Projekt, sondern eines, das wachsen und sich entwickeln soll.“
Als festes Mitglied bei den „Vokalhelden“ nimmt man einmal in der Woche an einer Chorprobe teil und wirkt bei spannenden Konzerten mit. Alle interessierten Kinder zwischen 7 und 12 sind herzlich willkommen, bei einer Probe hineinzuschnuppern. Ab 15. Oktober finden die Chorproben zusammen mit den Musikexperten der Philharmonie immer dienstags von 16 bis 18 Uhr im Stadtschloss in der Rostocker Straße 32 statt.
Text: Gerald Backhaus, Foto: Monika Rittershaus (Simon Halsey, künstlerischer Leiter der Vokalhelden, hier bei einem früheren Projekt mit Grundschulkindern)
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
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