Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Wir haben unseren Veranstaltungskalender überarbeitet und um neue Quellen ergänzt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:
1. Neue Filtermöglichkeiten
Eine Ausstellung in der Heilandskirche vom Sonntag, 5. Juni bis zum 3. Juli 2011. Einladung zur Ausstellungseröffnung am Sonntag um 19 Uhr.
Für mein Empfinden besteht der größte andauernde Skandal unserer modernen Lebensweise in Mitteleuropa in der Behandlung von Flüchtlingen aus dem Süden und Osten. Wir dulden es, dass die Ärmsten aus Afrika und Asien vor den Mauern der "Festung Europa" entweder umkommen oder, wenn es doch einige wenige schaffen in das pradiesische christliche Abendlnd zu gelangen, dass sie hier in Berlin und anderswo in unwürdiger Haft leben und schließlich wieder abgeschoben werden.
Ist unsere Generation im Grunde besser, die immer noch fassungslos davorsteht, dass unsere Mütter/Großmütter u. Väter/ Großväter dabei zuschauen konnten, wie im 3. Reich ihre jüdischen Mitbürger immer menschenunwürdiger behandelt und schließlich wie Vieh zusammengetrieben und zur Vernichtung transportiert wurden?
Wir zeigen daher diese hochaktuelle Ausstellung zum himmelschreienden Unrecht an Flüchtlingen in der Heilandskirche.
Im Abschiebegewahrsam in Berlin-Köpenick lebnen gegenwärtig etwa 50 Menschen auf gepackten Koffern. Die Abschiebehaft kann der Endpunkt eines langjährigen Aufenthaltes in Deutschland sein, und sie kann auch der erste Ort sein, den ein Flüchtling oder Migrant nach seiner Ankunft in Berlin kennenlernt.
Die Reportage "auf gepackten Koffern" ermöglicht Abschiebehäftlingen über Fotos und Berichte mit uns zu kommunizieren. Anhand von Interviews mit 8 Inhaftierten werden die unterschiedlichen Aspekte der Abschiebehaft dargestellt.
Geöffnet ist die Ausstellung: Mittwoch, Donnnerstag, Freitg von 12-18 Uhr und Sanstags von 11-15 Uhr
Text: Michael Rannenberg, Pfarrer a.D.
Die Ausstellung wird begleitet von einem Programm mit Lesungen und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Themas Abschiebehaft. Diskussionsteilnemer sind: Peter Bohl aus der Moabiter Basisgruppe Die Linke, Kadriye Karci, MdA, Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus für den Wahlkreis Moabit, Die Linke, Giyasettin Sayan, MdA, flücktlingspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Abgeornetenhaus, Evrim Baba-Sommer, MdA, frauenpolitische Sprecherin eben dieser Fraktion sowie Pfarrer Bernhard Fricke, Seelsorger in der Abschiebehaftanstalt Berlin-Köpenick. Die Veranstaltungen finden jeweils am Dienstag, 14. Juni (Seelsorge im Abschiebeknast), 21. Juni (Literarische Bekenntnisse), 28. Juni (Flüchtlingsschicksale von Frauen), jeweils von 19 – 21 Uhr im Kleinen Saal im Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1 statt.
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.