Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Das Frühjahrssemester der Geschichtswerkstatt Tiergarten in Kooperation mit der City-VHS startet am Dienstag, den 9. Februar. Es dreht sich um Handel und Einkaufen in Moabit über die Jahrhunderte sowie um Gaststätten und Kneipen, mit denen wir uns beim vorletzten Termin beschäftigen.
Dabei bleibt natürlich die gesamte während der Industrialisierung wachsende Stadt Berlin mit ihren zentralen Einrichtungen im Blickfeld zum Beispiel beim ersten Termin "Vom offenen Markt zur Halle". Der zweite Termin beschäftigt sich mit verschiedenen Einzelhandelsgeschäften, die in der Literatur erwähnt und im Bild festgehaltenen wurden im Zeitraum ab etwa 1900. Während Bäckereien auch heute noch an jeder Ecke zu finden sind, auch wenn die meisten nicht mehr selbst backen, weiß heutzutage nicht mehr jedes Kind, was wohl mit "Weißwaren" oder "Posamenten" gemeint war. Beim dritten Termin sind Moabiterinnen und Moabiter wieder aufgerufen in ihren Erinnerungen zu stöbern und über Läden und Geschäfte und deren Inhaberinnen und Inhaber zu berichten. Wir freuen uns über Geschichten und über alte Fotos.
Wir wollen aber auch wieder ganz kleinteilig werden. Im Herbstsemester 2014 hatten wir uns dafür die Ladenstruktur der Turmstraße vorgenommen und mit verteilten Unterlagen die Veränderung der Erdgeschosszone untersucht. Das hat einigen Spaß gemacht, aber vier Termine Eigenarbeit waren manch anderem auch zu viel. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt an nur zwei Terminen auf Läden und Geschäfte der Wilsnacker Straße, die in früheren Zeiten eine beliebte und belebte Einkaufsstraße war, wie Schneider Çoskun selbst noch für die 1970er und 1980er Jahre berichten kann. Hierbei sind die alten Adressbücher unsere hauptsächliche Datengrundlage. Zwei Exkursionen, die auch einzeln besucht werden können (Kosten jeweils 5 Euro), runden den Kurs ab. Einmal geht es durch die Wilsnacker Straße und den Stephankiez und als letzter Termin Anfang April an einem frühen Freitagmorgen durch den Großmarkt Beusselstraße (hier ein Bericht von Gudrun Radev).
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.