Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Auf äußerst dreiste Weise sollen die Mieter der Zwinglistraße 36 in Moabit zum Auszug gedrängt werden. Seit Monaten marschiert ein von der Hausverwaltung beauftragter „Mieterberater“ durchs Haus und bietet den Bewohnern Ersatzwohnungen an. „Nach der Modernisierung können Sie sich das sowieso nicht mehr leisten“, heißt es.
Bis dato liegt weder eine Modernisierungsankündigung noch eine sanierungsrechtliche Genehmigung vor.
[Update: die Modernisierungsankündigung und die sanierungsrechtliche Genehmigung liegen jetzt vor, erklärte uns die Autorin Birgit Leiß am 13. Mai. Beim Eröffnungsfest für den 7. Bauabschnitt des Kleinen Tiergartens am 21. Mai sprach MoabitOnline mit der zuständigen Mitarbeiterin der Sanierungsverwaltungsstelle des Bezirksamts, die demgegenüber feststellte, dass die beantragten Modernisierungsmaßnahmen genehmigt werden müssen, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt die sanierungsrechtliche Genehmigung noch nicht vorliegt, da vorher der Sozialplan vereinbart werden müsse.]
„Das Schlimmste ist, dass wir völlig in der Luft hängen“, beschreibt eine Mieterin die Situation. „Wir wissen weder, ob wir ausziehen sollen, noch wann die Bauarbeiten beginnen oder was genau geplant ist.“
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[Text enfernt, weil der Berliner Mieterverein von der Hausverwaltung eine Unterlassungserklärung erhalten hat].
Text und Foto: Birgit Leiß
Zuerst erschienen im MieterMagazin, Nr. 4/2016 (Ausgabe als pdf, auf Seite 9 - Update: auch aus dem pdf ist der Artikel jetzt herausgenommen, die müssen ja echt Stress gemacht haben!).
Nachtrag: Bericht einer Mieterin, die sich nicht vertreiben lassen will. Text auf der Ausstellungs-Tafel im ZK/U (Moabiter Ergänzung der Ausstellung „Kämpfende Hütten. Urbane Proteste in Berlin von 1872 bis heute“)
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.