Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Visualisierung Eingang Heidestraße und Franz-Liszt-Platz (Urheber: Graft)
Im September vergangenen Jahres hatte die in Berlin ansässige Carl Bechstein Stiftung bekannt gegeben, dass sie in der Heidestraße 46-52 ein "Haus des Pianos", den Carl Bechstein Campus errichten lassen möchte und dafür ein architektonisches Wettbewerbsverfahren gestartet hat. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes wurden sieben Architekturbüros gebeten, Entwürfe für den Carl Bechstein Campus zu entwickeln. Auf dem zu schaffenden Carl Bechstein Campus soll es verschiedene Angebote geben. Herzstück bilden die zwei Konzertsäle. Darüber hinaus soll es auch Übungs- und Workshop-Räume, Büros, Verkaufsräume für Flügel und Klaviere sowie thematisch passende kleinere Einzelhandelsflächen geben. Zudem ist eine Dauerausstellung historischer Tasteninstrumente vorgesehen. Diese sollen auch in Konzerten und Meisterkursen gespielt werden können, was Pianisten aus der ganzen Welt anziehen dürfte. Des weiteren sind auch Räumlichkeiten für Gastronomie vorgesehen. Eine der ungewöhnlicheren Aufgaben für die Architekturbüros bilden sicherlich die Stipendiatenwohnungen im hinteren Teil, in denen sich – so die ersten Ideen – auch Flügel befinden sollen.
Am 15. Januar 2024 gab die Carl Bechstein Stiftung das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs bekannt, was wir hier wiedergeben:
Realisierungswettbewerb: GRAFT gewinnt beim Carl Bechstein Campus in Berlin
Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs, bei dem sieben renommierte Architekturbüros ihre Vorstellungen für den geplanten Carl Bechstein Campus in der Berliner Europacity vorstellten, erzielte das Berliner Architekturbüro GRAFT den ersten Platz. Die Entwürfe von Kleihues + Kleihues sowie Staab Architekten wurden ebenfalls prämiert.
Der Carl Bechstein Campus, als künftiger zentraler Anlaufpunkt für Klavierliebhaber, soll eine Vielfalt an Angeboten vereinen. Im Mittelpunkt des Realisierungswettbewerbs standen die architektonische Gestaltung des Campus sowie die intelligente Verknüpfung verschiedener Nutzungen, angefangen von Konzertsälen über Büros, Gastronomie bis hin zu Übungs- und Verkaufsräumen.
Unter dem Juryvorsitz von Frau Jette Cathrin Hopp, Architektin und Direktorin bei Snøhetta, überzeugte der Entwurf von GRAFT das Preisgericht und sicherte sich den ersten Platz. Die städtebauliche Vision des Büros schafft nach Auffassung der Jury eine beeindruckende Adresse durch die Erweiterung der Plaza zur Heidestraße und fasst über eine großzügige Geste den Campus als eine identitätsstiftende Destination zusammen, ohne dabei das städtebauliche Gefüge zu stark zu beeinträchtigen. Insbesondere wurde die gut inszenierte und räumlich attraktive Zugangssituation zu den Konzertsälen positiv hervorgehoben.
Visualisierung Eingang West (Urheber: Graft)Visualisierung Foyer (Urheber: Graft)
GRAFT, Berlin Gesellschaft v. Architekten, Berlin – 1. Preis – PDF Kleihues + Kleihues, Berlin Gesellschaft v. Architekten, Berlin – 3. Preis – PDF Staab Architekten, Berlin – 3. Preis – PDF Architekturbüro LS, Berlin – PDF Bruno Fioretti Marquez, Berlin – PDF Dorte Mandrup A/S, Kopenhagen – PDF jessenvollenweider architektur, Basel – PDF
Der Carl Bechstein Campus ist für das Areal in der Heidestraße 46-52 in der Berliner Europacity geplant und soll zwei Konzertsäle sowie Übungs- und Tagungsräume, die Bechstein Akademie, Büros, Verkaufsräume für Flügel und Klaviere sowie thematisch passende kleinere Einzelhandelsflächen beherbergen. Zudem ist eine Dauerausstellung historischer Tasteninstrumente geplant, die auch in Konzerten und Meisterkursen zum Einsatz kommen können. Stipendiatenwohnungen im hinteren Teil des Areals runden das ambitionierte Projekt ab.
Das spezialisierte Berliner Unternehmen a:dks begleitete das Wettbewerbsverfahren.
Interessierte haben die Möglichkeit, die Entwürfe aller teilnehmenden Architekturbüros vom 22. bis 26. Januar 2024 sowie vom 29. bis 31. Januar 2024 jeweils von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr im Carl Bechstein Saal, Brunsbütteler Damm 136a, 13581 Berlin, zu besichtigen. Zusätzlich sind die Entwürfe auf der Webseite www.carl-bechstein-campus.de verfügbar.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.