Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Dies Gedicht ist entstanden nach der Diskussionsveranstaltung zum Bau des Gastrogroßmarkts Hamberger an der Siemensstraße, zu der die SPD am 8. Oktober 2010 in den BVV-Saal im Rathaus Tiergarten eingeladen hatte.
Wohnen und Arbeiten in Moabit
Straße mit Aussicht Über uns Menschen und einem Stück Land Eigentum verpflichtet Wachstums-/Konsumgesellschaft
Diskussionsveranstaltung. Interessenvertreter der Parteien, Bürgerinitiative, Firma Hamberger, Stadtentwicklung. Wie kann kooperiert werden? Was ist das gemeinsame Ziel?
Nicht mit ihrer Stimme anwesend – unsere Erde. Ein Lebewesen – es atmet, es nährt und wird genährt. Beziehen wir sie mit ein?
Ein Stück Land nördlich der Siemensstraße ehemals Güterbahnhof Moabit. Brache.
Zur Müllhalde verkommen. Eigentümer: Deutsche Bahn.
Verkauf des Bahngeländes an Hamberger Großmarkt – zum Bau eines Gastronomiemarktes, an das Land Berlin – zur Gestaltung eines Stadtgartens.
Unglückselige Verknüpfung: (Förder-)Gelder. Ohne Hamberger keine Planstraße und keinen Stadtgarten Moabit!
Boden kontaminiert. Stadtgarten Moabit: Erde wird abgetragen. Gastronomiemarkt: auf belastetem Erdboden wird Beton gegossen. Gefährdung des Grundwassers. Bohrungen – laufende Kontrolle.
Pappelallee am Rande des Grundstücks. Gutachten: in keinem guten Zustand.
3,10 m vom Bürgersteig Mauer Verkaufshalle. Platz für zwei Baumreihen. Computerbildsimulation: Neupflanzung und Bäume in 10 Jahren. 13 m hohe Mauer bleibt sichtbar.
Schallschutzwände müssen gebaut werden zum Stadtgarten Moabit, zur James-Krüss-Grundschule hin. Geräuscharmes genießen der Natur im Stadtgarten?
Gastronomiegroßmarkt: Funktionale Verkaufshalle – rechteckiger Bau. Glas-Fluchttüren unterbrechen eintönige Wand. 97 % des Grundstücks versiegelt. 300 neue Arbeitsplätze.
Täglich mehrere 100 Kleinwagen, Lastkraftwagen über Planstraße. Entlastung für Siemensstraße – ruhigeres Wohnen. Eröffnung des Großmarktes Hamberger ein halbes Jahr früher als Plantraße. Belastung für die Anwohner.
Und die Erde? Kontaminiertes Erdreich wird nicht renaturiert, Erdboden wird zu betoniert – 3 % zum Atmen, zwei Straßenführungen, Zunahme des Autoverkehrs.
Wer sind die Gewinner? Wer sind die Verlierer? Gibt es überhaupt Gewinner? Nimmt die Lebensqualität in Moabit zu? Eindeutig zu den Geschädigten zählt die Erde.
Erinnerung: Wir sind Gäste auf der Erde. Ein Menschenleben. Alles was wir zum Leben brauchen gibt uns die Erde. Was geben wir ihr?
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.