Mit dem Chef im Bett – Was kann das neue MoaHotel?
Moabit hat ein neues, altes Hotel. Das MoaHotel hat sich von den Ketten des Franchise gelöst und will zu einem Anker des Kiezes werden. Aber ist das mehr als ein Marketing-Versprechen?
Mehr Kartoffeln als in Berlin wohnen. Bürger:innen kriegen jetzt kostenlose Erdäpfel. Auch Moabit ist dabei. Hier erfahrt ihr, wo und warum wir uns kostenlos satt essen dürfen.

Ab morgen können Berliner:innen an verschiedenen Orten insgesamt 4.000 Tonnen Kartoffeln kostenlos abholen. Voraussichtlich drei der Ausgabestellen liegen in Moabit:
In den kommenden Tagen sollen Lieferungen aus Sachsen per LKW in sogenannten BigBags bei den Abnahmestellen eintreffen. Ob noch mögliche weitere Abnahmestellen dazu kommen wie beispielsweise die Jagow-Apotheke und die Kulturfabrik werden wir auch hier fortlaufend aktualisieren. Jede Einrichtung entscheidet für sich, wann und wie sie die Kartoffeln lagern und verteilen möchte. Eine Bedürftigkeit derjenigen, die sie abholen, ist aber keine Voraussetzung.
Der gesamte Verteiler soll bald auf https://4000-tonnen.de/ einsehbar sein.
Bereits im Herbst 2025 berichteten Medien über eine Kartoffelschwemme mit weitreichenden Folgen: Aufgrund günstiger Witterung und einer Ausweitung der Anbauflächen haben Bauern in Deutschland im vergangenen Jahr so viele Kartoffeln geerntet wie seit 25 Jahren nicht mehr. Im August 2025 lagen die Preise um zehn bis 15 Prozent unter denen des Vorjahres und waren nicht mehr überall kostendeckend.
Während sich Verbraucher über günstigere Preise freuen konnten, waren die Folgen für die Erzeuger fatal: Vielerorts hatte der Handel trotz vorheriger Vereinbarungen kein Interesse mehr, Kartoffeln abzunehmen. Nach Angaben von Bauernverbänden führt die große Menge dazu, dass der Überschuss teilweise in Biogasanlagen verarbeitet oder sogar vernichtet wurde.
So kommt es, dass nun auch eben jene 4000 Tonnen Kartoffeln bei der Osterland Agrar GmbH südlich von Leipzig lagern. Sauber sortiert, kühl und trocken, beste Speisequalität. Ein Großhändler hatte die Ernte bestellt, doch als die Kartoffeln geerntet und eingelagert waren, wurde klar: Das Angebot ist größer als die Nachfrage.
Zu dieser absurden Situation trug neben dem guten Wetter auch der sogenannte „Schweinezyklus" bei: Zu einem Überangebot kommt es, wenn sich wegen zuvor hoher Preise immer mehr Landwirte für den Anbau eines Produkts entscheiden, bis ein Überangebot entsteht und den Preis wieder sinken lässt. Darauf reagieren die Landwirte dann mit einer Senkung der Produktion, der Preis steigt und der Zyklus beginnt aufs Neue.
Ein Teil des Bestandes wird jetzt über die Tafeln an Bedürftige abgegeben, ein weiterer Teil über die oben genannten und weitere Abgabestellen in Berlin.
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