Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Aufgrund der großen Nachfrage wird der Kunstverein Tiergarten die Ausstellung dieses grafischen Zyklus von Ceija Stojka (1933 – 2013) um einen Tag verlängern. Am Sonntag, den 27. Juli 2014 ist sie ab 13 Uhr noch einmal zu sehen. Die KuratorInnen Lith Bahlmann und Matthias Reichelt stehen für kleine Führungen und Gespräche zur Verfügung. Die Ausstellung kann natürlich auch noch heute und Samstag zu den regulären Öffnungszeiten von 13 bis 19 Uhr zu besucht werden.
Der schätzungsweise 250 Blätter umfassende und über mehrere Jahre entstandene Zyklus von Tuschezeichnungen und Gouachen „Sogar der Tod hat Angst vor Auschwitz“ wird in der von Lith Bahlmann und Matthias Reichelt für den Kunstverein Tiergarten / Galerie Nord konzipierten Ausstellung so vollständig wie möglich gezeigt und in einem Buch veröffentlicht. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Steglitz eine Auswahl an Acrylgemälden von Ceija Stojka in der Schwartzschen Villa zu sehen sein. Sie zeigen einen weiteren Teil von Ceija Stojkas Werk, der im Kontrast zu den überwiegend auf Schwarz und Weiß reduzierten Tuschezeichnungen und Gouachen das frühere Leben der Roma, die Verfolgung und den Terror in bunten Farben schildert.
Im Rahmen der Ausstellungen finden Filmabende sowie eine Busfahrt unter Leitung von Barbara Danckwortt in die Mahn- und Gedenkstätte des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück statt. Die Gedenkstätte präsentiert dort parallel zu den beiden Berliner Ausstellungen die in ihrer Sammlung befindlichen Werke Ceija Stojkas in einer Sonderausstellung (12.7.–12.9.2014).
Beide Berliner Ausstellungen und die Publikation entstehen dank großzügiger Förderung des Hauptstadtkulturfonds, des Bundeskanzleramts: Österreich, sowie der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur."
Zum TAZ-Artikel über alle drei Ausstellungen, die beiden anderen laufen noch länger:
Galerie Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 55, 2. Juli bis 31. August, Di.-So. 10-18 Uhr.
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg/Havel, 13. Juli-12. September, Di.-So. 9-18 Uhr.
Lith Bahlmann und Matthias Reichelt, die zusammen die Stojka-Ausstellungen organsiert haben, haben den Zyklus "Sogar der Tod hat Angst vor Auschwitz" zudem in einem umfangreichen Katalog publiziert. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, 450 Seiten, 39,80 Euro.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.