Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Dreck weg – Blumen pflanzen – Nachbarnschaftstreffen
Die erfolgreiche Aktion vom September 2012 geht in die zweite Runde: am 27. April von 12 bis 16 Uhr werden Anwohner, Geschäftsinhaber, Verwandte und Freunde auf dem Abschnitt zwischen Turm- und Waldenser Straße gemeinsam ihre Emdener Straße verschönern. Organisiert wird die Aktion vom Verein Moabit e.V.. Hier ist die Einladung herunterzuladen. In diesem Aufruf wird alles genau erklärt. Von 10 bis 17 Uhr ist die Straße gesperrt, mindestens 20 Baumscheiben werden begrünt, Holzzäune bemalt und ein Stromkasten künstlerisch gestaltet. Jede/r sollte etwas mitbringen: Kuchen, Getränke, Blumen, Werkzeug, Musik ... Die BSR, der Schulgarten, die Schildkröte helfen wie schon im vergangenen Herbst und viele Geschäfte und Anwohner/innen beteiligen sich (s. unten).
Dreck weg - Blumen pflanzen - Nachbarn kennenlernen
Unter diesem Motto organisiert der Verein MOABIT IST BESTE am kommenden Samstag eine Nachbarschaftsaktion in der Emdener Straße.
Von 12 bis 16 Uhr ist die Emdener Straße von der Turmstraße bis zur Waldenser Straße gesperrt und komplett autofrei. Auch kein parkendes Blech soll bei der Arbeit stören!
Tische und Stühle werden auf die Straße gestellt. Bei Kaffee und Kuchen können Nachbarn sich kennenlernen. Doch vor dem Vergnügen ist Arbeit angesagt, die gemeinsam auch Spaß macht. Der Dreck wird weggeräumt, die wuchernden Hecken und Sträucher in den Pflanzbeeten beschnitten und viele Blumen gepflanzt.
An Nachbarinnen und Nachbarn aus der Emdener Straße wurden 750 Einladungen verteilt, in denen es heißt: "Jeder kann was mitbringen, ob Kuchen oder Getränke, Blumen oder Werkzeug, Musik oder Luftballons, alles ist herzlich willkommen. Niemand bekommt für diese Aktion Geld oder wird bezahlt, es ist eine Anwohner-Initiative vom Verein MOABIT IST BESTE, eine selbst-organisierte Nachbarschafts-Straßen-Aktion."
Dabei gibt es viele Unterstützer_innen nicht nur aus der Nachbarschaft: Kostenlose Müllsäcke, Besen, Greifzangen, Handschuhe und Westen stellt die Berliner Stadtreinigung. Das Grünflächenamt Mitte bringt 3 Kubikmeter Blumenerde. Der Schulgarten in der Birkenstrasse hilft mit Schaufeln, Harken, Heckenscheren etc. Die Schildkröte GmbH leiht einen Lieferwagen, weitere Geräte und kommt mit vier Quartiersarbeitern. Die Kiezläufer haben das Flugblatt verteilt. Die Baufirma MV Optima unterstützt mit Werkzeug. Der Landschaftsplaner Alexander Kujus berät beim Pflanzen und spendet Tulpenzwiebeln. Von ihm bekommt jeder Blumenbeet-Paten eine Gießkanne als Motivation und Dankeschön. Angelika von Blumen Hetzer neben Hertie spendet Pflanzen. HakanYetisyigit vom Computer-Laden und Herausgeber der Suri News hat die Poster gestaltet und gesponsort. Der Zeitungskiosk, der Pflegedienst Dosteli, CJD Berlin / Jugendmigrationsdienst promigra und viele andere mehr werden mitmachen. Frank Wolf, unser Kapitän Kiez stellt Bänke und Tische und öffnet extra für diesen Tag sein Café Moabit.
Die Nachbarschaftsaktion in der Emdener Straße findet im Rahmen des vom Tagesspiegel initiierten Aktionstages "Saubere Sache" statt. In dieser Zeitung wurde bereits darüber und über viele andere Saubere Sache Aktionen in der ganzen Stadt berichtet.
Samstag, 15. September 2012 von 12:00-16:00 Uhr Emdenerstrasse zwischen Turm- und Waldenserstrasse
Auf eine weitere Aktivität des Vereins MOABIT IST BESTE soll hier noch hingewiesen werden: Am Freitag, den 14. September ab 19 Uhr sowie an den folgenden drei Freitagen kann man (mit Anmeldung!) an Moabiter Kneipentouren teilnehmen. Mehr Infos im Veranstaltungskalender, in diesem Infoblatt, auf der neuen Webseite des Vereins und im Interview mit Philip Schreiterer und Heinrich Strößenreuther in der Berliner Zeitung.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.