Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Es gibt selbstverständlich noch weitere wissenschaftliche Projekte, die sich u. a. mit Moabit beschäftigen oder beschäftigt haben, z. B. zu Klimaanpassung in der Stadt, wie die Erstellung eines nachhaltigen Stadtteilentwicklungskonzepts für Moabit West "Green Moabit" im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau. Hier soll jetzt aber die Rede sein von einem ganz anders gelagerten Projekt, das herausfinden will, wie Bürgerbeteiligung gestaltet werden sollte, damit Bevölkerungsgruppen, die sich bisher wenig eingebringen, angesprochen werden können: INTERPART - Interkulturelle Räume der Partizipation.
Gestartet ist das Projekt im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes Anfang Juni gemeinsam mit BENN Mitte auf dem kleinen Platz am Ende der Salzwedeler Straße/Quitzowstraße neben der Unterkunft für Geflüchtete. Denn der Schwerpunkt liegt auf Zugewanderten und Personen mit Migrationshintergrund, die bisher bei Bürgerbeteiligungsformaten meistens stark unterrepräsentiert sind. Sie sollen mehr Möglichkeiten bekommen ihre Sicht auf die Zukunft der Stadt und ihren Kiez einzubringen.
Hinein gelangte man durch ein großes Tor, das mit beeindruckender Technik ausgestattet war. Beim Druck auf die Klingel wurde eine Frage gestellt und die gegebene Antwort dann sofort in mehreren Sprachen ausgedruckt. Gegen Ende füllten diese Zettel eine ganze Stellwand. In der "Erzählecke" hatten die Festbesucher*innen Gelegenheit ihre ganz persönlichen Eindrücke von Moabit und dem Zusammenleben im Kiez zu berichten. Geht es in der Nachbarschaft eher anonym zu oder eher familiär? Was die verschiedenen Menschen natürlich ganz unterschiedlich empfinden. Ist das Zusammenleben friedlich? Oder leben die Nachbar*innen nicht miteinander sondern nur nebeneinander her? Ist Moabit ein bisschen verrückt oder doch eher langweilig? Kurze Ausschnitte aus diesen Erzählungen können Sie auf der Internetseite unter "studio moabit" nachlesen.
Hier wird ein Online-Dialog geführt, das heißt: Interessierte können ihre eigenen persönlichen Erfahrungen als Kommentar zu den geschilderten Erlebnissen ergänzen oder ihre eigene Geschichte in und über Moabit aufschreiben. Der Dialog läuft nicht mehr sehr lange, aber immerhin noch 19 Tage. Macht doch einfach mit!
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.