Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Vom 31. Mai bis zum 21. Juni 2015 eröffnet in der Kulturfabrik Moabit "KunstundKantine" – ein temporärer Ort, der Essen, Kunst und soziales Projekt vereint. KunstundKantine basiert auf dem Prinzip der Begegnung und zwar ohne das Hindernis Geld. Niemand soll aus Geldmangel auf einen Besuch verzichten müssen, sodass während den gesamten drei Wochen gilt: „Iss was du kannst, zahl was du willst“.
Zusätzlich zu diesem Angebot ohne finanzielle Zwänge, soll die Kantine Menschen an einem Tisch zusammenbringen. Dieser Tisch ist dabei aber nicht nur einfach ein Esstisch, sondern Teil der Kunstaktion.
Die Idee der Kantine basiert darauf, dass einerseits Essen und Kochen zu Kunst werden können und andererseits auch ein zunächst abstrakter Begriff wie Performancekunst mit einem gemeinsamen Mahl erlebbar wird.
Wie sieht das konkret aus? Das Duo "Scheibe & Güntzel" reflektiert in ihrer Arbeit die Notküche des zweiten Weltkriegs, die Discounter-Mentalität und den Alltag der Spargelernte im Berliner Umland. Das Projekt "Lulu banal" verwandelt die Küche in einen Klang- und Sinnesapparat, der den ganzen Körper anspricht und die Theatermacherin Julia Blawert konfrontiert die BesucherInnen mit der Erfahrung von fremden Formen, Farben und Geschmäckern. Unter der Woche bietet das Performance Kollektiv "Comic Relief" ein ganzes Kunstmenü an, das zum Essen gereicht wird.
Die Kantine ist von Dienstag bis Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag. Jeden Tag gibt es unterschiedliche Speisen. Alle drei Tage wechselt der Raum in der Kulturfabrik, sodass es auch hier immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.