Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
"Wir schaffen das" ist das umfangreiche sechswöchige Programm überschrieben. Mit Konzerten, Filmen, Vorträgen über Politik, Geschichte, Kultur und Musik, mit Workshops, Intensivsprachunterricht, Lesungen, Ausstellungen und zwei Flohmärkten - insgesamt 30 Veranstaltungen - organisiert die Initiative vom 29. Januar bis zum 6. März 2016 kein Akademikerforum, sondern einen lebendigen Austausch von Wissen zwischen den "neuen und den alten Nachbar*innen". Persönlich, direkt, im Austausch von gelebten Erfahrungen werden Ängste und Vorurteile abgebaut. Der persönliche Kontakt, darauf kommt es den Initiator*innen an. Die Initiative versteht sich als Bildungsprojekt, Sozial- und Kulturzentrum für alle.
Schauen Sie in das Programm und lassen Sie sich überraschen. Könnten Sie sich zum Beispiel vorstellen in einer Stunde die ersten Wörter auf arabisch, tschetschenisch oder persisch zu lernen? Oder eine Kulturreise in die deutsche Musikgeschichte mit arabischer Übersetzung zu unternehmen? Oder den lange verschollenen Stummfilm von 1922 "Nathan der Weise" mit arabischen Untertiteln zu sehen? Auch ein Vortrag über Architektur und Stadtplanung in Damaskus ist dabei, wie auch eine Diskussion über Plattenbauten in der DDR. Das und vieles mehr ist in den nächsten Wochen in der Beusselstraße 26 zu erleben.
Am ersten Wochenende spielt die syrische Band Habibi, die auch schon im Kallasch& und im Wedding aufgetreten sind.
Portrait von Marina und der Neuen Nachbarschaft im Deutschlandfunk: Die Kraft des Tuns.
Preis der European Cultural Foundation "Princess Margriet Award for Culture" 2017 für Marina Naprushkina und die Neue Nachbarschaft, Mitpreisträger*innen sind: die Jounalistin Asli Erdogan, der Schriftsteller Navid Kermani und der Musiker Luc Mishalle. Der Preis wird am 9. Mai, dem Europatag, in Amsterdam übergeben. Die Preisverleihung.
Plakatausstellung "Wir sind da" in Kooperation mit der Kunsthochschule Weißensee beim Sommerfest am 8. Juli, die Ausstellung ist noch bis 15. Juli geöffnet.
Am 24. Oktober 2017 wurde die Bezirksverdienstmedaille 2016 an Marina Naprushkina verliehen (Pressemitteilung Bezirksamt).
Und 2018 ein Scheck vom Schultheiss-Investor (Berliner Woche).
Ab 4. November 2019 startet das Café Sheroes in den Räumen der Neuen Nachbarschaft Moabit: Montag bis Freitag 11-17 Uhr. Kommt vorbei und unterstützt unser Frauenteam mit Frauen aus aller Welt, die Sprache, Gastfreundschaft und natürlich Essen miteinander teilen. Es gibt Snacks, Kaffee, Tee usw.
Strandbad Tegelsee betrieben von der Neuen Nachbarschaft Moabit (Artikel im nd)
Die Neue Nachbarschaft ist im November 2021 in neue Räumlichkeiten umgezogen in die Beusselstraße 44, 10553 Berlin-Moabit und beginnt dort am 15.11.2021 mit dem Programm:
Deutschstammtisch am Montag und Dienstag ab 18 Uhr
Swing montags um 19:30 Uhr
Shereos (Frauengruppe) trifft sich jeden Freitag ab 10 Uhr
Studio für junge Künstler*innen jeden Samstag ab 14 Uhr.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.