Wie viel Durchgangsverkehr verträgt eine Wohnstraße? Die Zinzendorfstraße ist gerade mal 200 Meter lang und doch ein Paradebeispiel für große stadtplanerische Fragen. Und für einen jahrzehntelangen Kampf um Ruhe und Sicherheit.
Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Am gleichen Ort wie die Auftaktveranstaltung im September 2010 findet am Dienstag, 17. Mai 2011 um 19 Uhr eine Veranstaltung statt, in der die Initiative "Wem gehört Moabit?" die Ergebnisse der Fragebogenaktion vom vergangenen Herbst vorstellt: im Jugendfreizeithaus Kubu, Rathenower Straße 17 (oben). Hier der Link zur Einladung.
Zur sinnvollen Verarbeitung der Daten aus der Fragebogenaktion waren noch umfangreiche Nachrecherchen erforderlich, denn viele Mieter kennen lediglich ihre Hausverwaltung.
Bei der Veranstaltung soll nach der vielleicht etwas trockenen Vorstellung der Karte und Prozentzahlen der verschiedenen Eigentümertypen (als da sind: Großeigentümer/ Investmentfonds, Wohnungsbaugesellschaft, kleine Firma, Privateigentümer, Eigentümergemeinschaft, Genossenschaft/Hausprojekt oder bezirks-, landeseigenes, staatliches Grundstück), über das Thema "Aufwertung und Verdrängung in Moabit-Ost?" diskutiert werden.
Dazu sind die beiden Stadtforscher Sigmar Gude, TOPOS und Dr. Andrej Holm, HU Berlin eingeladen. Sie werden ein kurzes einleitendes Statement zum Thema abgeben. Danach sind alle Anwesenden eingeladen, sich mit ihren Vorschlägen, Erfahrungen und Wünschen an der Diskussion zu beteiligen.
Nach der Veranstaltung können die vorgestellten Ergebnisse hier heruntergeladen werden. Außerdem sind die Artikel und Berichte von den verschiedenen weiteren Veranstaltungen zur Gründung von Mieterbeiräten oder einer Genossenschaft oder von den Treffen der selbstnutzenden Wohnungseigentümer in Moabit sowie weitere Artikel zum Thema Mieten und Wohnen auf der Diskussionsseite zu finden.
Nachtrag
: Der Artikel aus der Berliner Woche vom 25. Mai ist hier zu finden, sowie die Links zu den Artikeln der TAZ und der Jungen Welt.
Wie viel Durchgangsverkehr verträgt eine Wohnstraße? Die Zinzendorfstraße ist gerade mal 200 Meter lang und doch ein Paradebeispiel für große stadtplanerische Fragen. Und für einen jahrzehntelangen Kampf um Ruhe und Sicherheit.
Alles ist vergänglich. Bei manchen Dingen macht uns das traurig, bei anderen freut es uns. Und Street Art wäre ohne gar nicht denkbar. Schade nur, dass es so schwer ist, das zu akzeptieren.
Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist. Mit dem Merhaba Discount geht ein Herzstück des Moabiter Lebens verloren. Aber die Menschen werden seiner gedenken.
Die Berliner Kinos leiden. Die Besucher bleiben weg und das Geld fehlt gerade den kleinen Betreibern. Wenn die Kinos sterben, geht eine jahrhundertealte Tradition verloren. Und ein Stück Demokratie.