Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Südliche Wilsnacker Straße. In einer langen und alten Mauer, die zum Teil noch die Einschusslöcher des Krieges zeigt, befindet sich eine unscheinbare Tür, gekrönt von einem Kreuz. Dahinter ein ruhiger Ort, der auf den ersten Blick zum Verweilen einlädt. Dann aber entdeckt man den einen oder anderen Grabstein, man entdeckt großformatige Steinplatten mit Namen und einen Gedenkstein. Den Inschriften ist eines gemeinsam: Ein Todesdatum aus den letzten Apriltagen oder ersten Maitagen des Jahres 1945. Die Gedenktafel neben der unscheinbaren Tür, finanziert vom Heimatverein Tiergarten, verrät, daß es sich um einen "Friedhof für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" handelt und wieviele Menschen hier begraben sind. Zeilen aus den Moabiter Sonetten des Albrecht Haushofer vervollständigen die Tafel:
"Der Wahn allein war Herr in diesem Land.
In Leichenfeldern schließt sein stolzer Lauf, Und Elend, unermeßbar, steigt herauf."
Fragen über Fragen entstehen, zum Beispiel warum ausgerechnet dieser Ort gewählt worden war, Fragen, die weder die Grabsteine noch die Tafel beantworten. Die Geschichtswerkstatt Tiergarten hatte vor vielen Jahren zu diesem Ort geforscht, daraus ist ein Buch entstanden. Zwischenzeitlich sind in den Volkshochschulkursen viele andere Themen behandelt worden und es sind neue Teilnehmer hinzugekommen. Daher wird im Herbstsemester 2019 die Geschichte des Friedhofes und seiner direkten Umgebung noch einmal Thema in der Geschichtswerkstatt sein und in einer der beiden Exkursionen werden auch andere Kriegsgräber, auch aus dem Ersten Weltkrieg, vorgestellt. Schlussendlich geht es auch um die Frage, was diese "Friedhöfe für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" so besonders macht und wie sie betreut werden - in ganz Europa.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
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Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.