Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Das Moabiter Theaterspektakel hat sich zum 10-jährigem Bestehen das Broadway Erfolgsstück „Gerüchte, Gerüchte“ (Originaltitel „rumors“) von Neil Simon ausgesucht, um mit dieser abgedrehten Komödie auch in diesem Jahr wieder das Moabiter Publikum und seine Gäste mit einem Sommertheater zu unterhalten. Neil Simon zeigt in seiner Farce mit brillanten Dialogen das hilflose Verhalten von Menschen, die aus ihrer gewohnten, sich zurechtgelegten Ordnung herausgerissen werden und darauf nur in höchst absurder, irrationaler Weise reagieren können.
Inszeniert wird das Stück vom Regisseur Poyraz Türkay, mit dem die Truppe des Theaterspektakel schon zum dritten Mal und mit großem Spaß und großer Intensität arbeitet. Präsentiert wird die Inszenierung vom Moabiter Theaterspektakel wieder auf der Freilichtbühne des Moabiter Stadtschlosses, diesmal mit zwei EM Public-Viewing-Terminen, die sich direkt an zwei der Vorstellungen anschließen. Wir hoffen alle auf schöne Sommerabende und gute Gespräche nach unseren Vorstellungen, das Publikum kann sich auf eine höchst lebhafte Inszenierung freuen. Und falls das Wetter dann doch einmal durch Regen oder Kälte nicht mitspielt, wird die Aufführung an dem Abend in direkt benachbarten Nachbarschaftstreff des Stadtschloss Moabit verlegt.
Zum Inhalt des diesjährigen Stücks Myra und Charley Brock haben Freunde zu ihrem 10. Hochzeitstag eingeladen. Nacheinander treffen die Gäste ein. Doch weder Myra noch Charley können sie empfangen: Myra ist spurlos verschwunden, Charley liegt blutüberströmt und nicht ansprechbar in seinem Bett.
In ihrem Bemühen, einen drohenden Skandal abzuwenden – denn schließlich ist Charley der stellvertretende Bürgermeister von New York – verstricken sich die ebenfalls nicht unbedeutenden Gäste der „Upper Class“ immer mehr in ein Gespinst von Spekulationen, Fantastereien und GERÜCHTEN…
Zum Autor Neil Simon wurde 1927 in New York geboren. Er begann schon früh, gemeinsam mit seinem Bruder, Drehbücher und Sketche für Bühnenshows zu schreiben. Seit seinem ersten Theatererfolg 1961 schrieb er zahlreiche Gesellschaftskomödien, die später in Starbesetzungen in Hollywood verfilmt wurden. Begeisterte Kritiker sowohl in New York als auch in Deutschland haben ihn den Allrounder des Entertainments, gar den amerikanischen Molière genannt. Seit Anfang der 70er Jahre ist Neil Simon der meistgespielte Autor am Broadway. «Ein Meister, der das Handwerk der Bühne vollendet beherrscht» (FAZ). „Gerüchte Gerüchte“ („Rumours“) wurde 1988 uraufgeführt.
Spielort Freilichtbühne am Stadtschloss Moabit, Rostocker Str.32, 10553 Berlin Bei kritischer Witterung wird drinnen im angrenzenden Gebäude gespielt.
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Über das Moabiter Theaterspektakel
Das Moabiter Theaterspektakel ist eine freie Theatergruppe und hat sich der Kulturförderung im Kiez verschrieben. Und dies jetzt schon ganz schön lange, in diesem Jahr, kaum zu glauben, feiert es sein 10-jähriges Jubiläum!!!
Mit „Shakespeare in Moabit“ wurden 2002 ein erstes Mal die Straßen in Moabit unsicher gemacht. Von den damaligen Darstellerinnen und Darstellern spielt übrigens Kornelia Ambs immer noch mit. Seit 2004 bringt das Moabiter Theaterspektakel pro Jahr ein Theaterstück auf die Freilichtbühne im Hof des Stadtschloss Moabit, dem Nachbarschaftshaus in der Rostocker Straße. Gerne tritt das Moabiter Theaterspektakel übrigens auch in anderen Theaterhäusern über die Bezirks- und Stadtgrenzen hinaus auf.
Die Inszenierungen sind professionell und mit allem bestückt, was gutes Theater braucht. Das Repertoire reicht von klassisch bis modern, oft sind es Komödien der alten Meister. Denn die Stücke der jüngeren Autorenriege – wie auch das von Neil Simon – sind nämlich nicht ganz günstig zu bekommen. Und die Theatermacher sind froh, dass sie es ohne Fördermittel mehr oder weniger gut schaffen, sich professionelle Regie, Bühne, Kostüme und Maske leisten zu können. So dass Sie an lauen Sommerabenden nicht nur ein Sitzplatz unter freiem Himmel erwartet, sondern im Anschluss an die Vorstellungen auch ein gemütliches Beisammensein bei einem Kaltgetränk und kulinarischen Kleinigkeiten mit den Darstellern, die gern Rede und Antwort stehen.
Sie haben jetzt Lust, die Leute vom Moabiter Theaterspektakel kennenzulernen? Zu sehen, was abseits der großen Bühnen Berlins auf kleineren Brettern, aber nicht minder professionell und mit viel Herzblut und Spielfreude erarbeitet wird? Dann sind Sie herzlich willkommen bei den diesjährigen Aufführungen, und bringen Sie ihre Freunde und Bekannte mit!
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.