Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Vom 7. bis 21. Oktober 2011 werden die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs "Bau eines Büro- und Galeriegebäudes am Kunst-Campus, Berlin" ausgestellt. Das neue Gebäude soll nördlich des Hamburger Bahnhofs am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal entstehen, dort wo bisher der Delikatessenhandel Mitte-Meer ansässig war – die alte Halle ist mittlerweile abgerissen.
Die CA Immo Deutschland GmbH, die bis Ende Juni 2011 unter der Marke Vivico firmierte, und das Heidestraßenquartier als „Europacity“ vermarktet, hat das Grundstück zwischenzeitlich verkauft. Die neue Grundstückseigentümerin und Ausloberin des Wettbewerbs ist die Ernst Basler + Partner GmbH, die deutsche Tochterfirma eines international tätiges Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen mit Firmensitzen in der Schweiz und Potsdam.
So soll das erste Gebäude des Kunst-Campus aussehen (Bild: CA Immo)
Neben der Nutzung als Firmensitz für Ernst Basler + Partner wird der Neubau weitere Büroflächen zur Vermietung an „anspruchsvolle Unternehmen“ beinhalten. Die fünf oberen Etagen des Gebäudes, das über 5.000 qm Geschossfläche bieten soll, sind den Büronutzungen vorbehalten. In der Erdgeschosszone ist eine Galerie- und eine Restaurant-Nutzung geplant, welche das Gebäude mit den umgebenden öffentlichen Räumen, der künftigen Uferpromenade am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und dem Kunst-Kontext des Hamburger Bahnhofs, verbinden soll. Angesichts dessen, dass diesem Neubau von Seite des Landes Berlin eine besondere Bedeutung zugemessen wird, da dieser Bau der erste Baustein des Kunst-Campus sein wird, wird vielleicht mancher seine Erwartungen an den Kunst-Campus neu bewerten.
Der 1. Preis des Wettbewerbs wurde an das Büro Miller Maranta AG, Zürich, vergeben. Den 2. Preis erhielt das Berliner Büro Volker Staab Architekten, der 3. Preis ging an das Büro E2A, Eckert Eckert Architekten aus Zürich.
Laut der Pressemitteilung zum Wettbewerbsergebnis überzeugte die Jury die "zeitlose urbane Eleganz", die "subtile Interpretation der Dualität von Wasser- und Platzseite" sowie die "spannende organische Ausformulierung der Erschließung und die Qualität der Grundrisse". Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die "offene elegante Gestaltung des Erdgeschosses, welche die publikumsbezogenen Nutzungen wie Café und Galerie sowohl zur Wasser- wie auch zur Platzseite schön inszeniert".
Seine eigene Meinung zum ersten Neubau des Kunst-Campus kann sich dann jeder anhand der ausgestellten Pläne des Architekturwettbewerbs selber bilden.
Ausstellungsort: "Halle am Wasser" (Galerien nördlich des Museums Hamburger Bahnhof) Invalidenstraße 51, 10557 Berlin Zeitraum: 7. bis 21. Oktober 2011 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr, Samstags von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr (Nachtrag Dank Hinweis in Kommentar 1)
Zwei weitere Wettbewerbe sind entschieden und zwar für die Unternehmenszentrale von 50hertz und für das Gebäude, das den Kunstcampus im Norden abschließen soll. Zum Stadthafenquartier Süd geht es hier.
Jetzt geht es wirklich los mit dem Bau: Geschäftshaus "Am Hamburger Bahnhof", Bezug ab Sommer 2016 (Bilder im Deutschen Architekturforum: Mai 2015).
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.