Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Lesung der „Mörderischen Schwestern“ im Rahmen von "Moabit liest" im B-Laden in der Lehrter Straße
Sie morden literarisch und deshalb gehören sie zu den „Mörderischen Schwestern“. Anja Schreiber und Susanne Rüster haben sich der eigenschöpferischen Bearbeitung des Themas Gentryfizierung verschrieben. In Anja Schreibers Kurzkrimi "Entmietet in Moabit" wird die Entmieterin, die einen Altbau „entleerte“, selbst zum Opfer (der Text wird hier bald verlinkt). In Susanne Rüsters Krimi kommt eine Tänzerin in einem Modernisierungsobjekt durch einen Anschlag ums Leben.
Die „Mörderischen Schwestern“ sind ein deutschsprachiges europäisches Netzwerk aus Autorinnen, Bücherfrauen und Spezialistinnen aus juristischen, medizinischen, psychologischen, journalistischen Berufen mit einer Vorliebe für Krimis, hervorgegangen aus den von der amerikanischen Krimiautorin Sara Paretsky gegründeten „Sisters in Crime“. Die mittlerweile ca. 450 Mitglieder unterstützen sich gegenseitig darin, Verlage und Öffentlichkeit auf den Beitrag von Frauen in der Kriminalliteratur aufmerksam zu machen.
Beide „Sisters“ haben darüber hinaus eine besondere Beziehung zu Moabit. Anja Schreiber lebt und arbeitet hier als freie Journalistin. Susanne Rüster war langjährig als Staatsanwältin im Kriminalgericht in der Turmstraße im Bereich Wirtschaftskriminalität tätig.
Auch sonst sind Mitglieder der „Mörderischen Schwestern“ in Moabit literarisch unterwegs. So waren einige von ihnen zu Gast bei der von Buchhändler Klaus-Peter Rimpel seit Langem organisierten Moabiter Kriminale und im Krimi-Salon der Bruno-Lösche-Bibliothek in der Perleberger Straße. Die „Mörderischen Schwestern“ sind ständig auf Ermittlung - nach kriminellen Einfällen und ebensolchen Leseorten.
Text: Susanne Rüster, Foto A. Schreiber (oben): Regine Peter, Foto S. Rüster (links): Robert Recker
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Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.
Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Man muss nicht gewinnen, um als Siegerinnen vom Platz zu gehen. Klingt nach einer Floskel, aber für den FSV Moabit ist es wahr. Die Frauenmannschaft hat gegen den männlich dominierten FC Bundestag verloren. Und halt auch nicht.