Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Nun ist die Englische Telefonzelle vor dem Rathaus Tiergarten wieder in Stand gesetzt und glänzt rot unter den Bäumen. Das Probetelefonat führte Bezirksbürgermeister Hanke vor kurzem. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Vandalismusschäden beseitigt werden.
Die frühere "Britische Schutzmacht" hatte dem damaligen Bezirk Tiergarten diese typische Englische Telefonzelle geschenkt. Sie war zerstört, beschmiert und kein schöner Anblick mehr. Nun ist sie mit Hilfe mehrerer Gewerke des Jugendhilfeträgers Zukunftsbau GmbH wieder hergestellt und bereichert das Stadtbild an der Moabiter Turmstraße mit ihrer hier doch eher irritierenden Anwesenheit.
Doch auch an den Englischen Telefonzellen in England geht der Zahn der Zeit nicht spurlos vorbei. Während wir glauben die roten Häuschen sind für das Straßenbild in London so unverzichtbar wie Big Ben oder die Doppeldeckerbusse, sieht das die Telefongesellschaft British Telecom ganz anders. Seit 2002 wurden landesweit bereits 31.000 Telefonzellen abgebaut und auch die restlichen 61.700 sind nicht mehr rentabel. Wer braucht im Handyzeitalter noch Münztelefone? Unter Denkmalschutz stehen nur etwa 2.800 Exemplare der "red box", die Giles Gilbert Scott 1924 für einen Wettbewerb der Post entworfen hatte. Er wollte sie eigentlich silberfarben, doch die Post entschied sich für rot. Bild.de-Kolumnistin Shila Bejat hat gefühlvoll Abschied genommen. Es gab Proteste. Künstler machten auf den Verlust des Kulturguts aufmerksam und die British Telecom lenkte ein: Kommunen können für eine Gebühr von 500 Pfund (etwa 630 Euro) jährlich die Telefonhäuschen adoptieren.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.