Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Im Februar hatte ich für das Bilderrätsel der Zeitung für den Stephankiez, LiesSte, ein gelbes Haus in der Quitzowstraße fotografiert. Ein gelbes Haus, an dem eine Trommel hängt.
In der nächsten Ausgabe wollte ich dann nicht nur, wie üblich, einfach die richtige Hausnummer - Quitzowstraße 52 - bekanntgeben, sondern ein wenig hinter die Kulissen schauen: Ich war neugierig, warum hier eigentlich diese Trommel wie eine Fahne an dem kleinen zweistöckigen Haus hängt. Also klingelte ich an dem braungelbgestrichenen Tor neben dem Haus und freute mich, dass der Summer bedient wurde. Durch das Tor betritt man einen kleinen von Garagen umschlossenen Hof. Diese Garagen warten noch auf Mieter, die hier ihre Autos oder Motorräder unterstellen möchten. Die Treppe geht hinten hoch und schon steht man in zwei hellen Räumen, die vollgestellt sind mit
Schlaginstrumenten jeder Art: vom klassischen Schlagzeug über japanische Gongs, große Donnerbleche, Pauken, Metallophone und alles andere, was ein großes Orchester noch so braucht für die Percussionabteilung. Zwei Werkstatträume schließen sich an.
Hier arbeiten zwei Firmen: Jens-Peter Kappert Instrumentenservice und Thomas Rönnefarth Percussion. Kappert baut Paukenschlegel in Handarbeit (sie sind auf dem Foto links an der Wand aufgereiht) und vertreibt diese weltweit. Rönnefarth, auf dem Foto mit einer großen Trommel, die er gerade baut, hat eigentlich Anglistik und Linguistik studiert. Doch jetzt verkauft, verleiht und repariert er Schlaginstrumente exklusiv für Orchester. Er entwickelt Schlaginstrumente weiter und hat schon Patente angemeldet. Das Geschäft besteht seit etwa einem Jahr in der Quitzowstraße.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.