Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Der Abend des Freitag, 7. November steht im Stadtschloss Moabit, dem Nachbarschaftshaus in der Rostocker Straße 32, ganz im Zeichen der Begegnung mit Menschen afrikanischer Herkunft. Gleich zwei Veranstaltungen mit einer solchen Intention, aber unterschiedlichen Ansätzen, finden an diesem Abend dort statt.
Zu 19 Uhr hat der Verein NARUD (Network for African Urban and Rural Development, zu deutsch: Netzwerk für afrikanische städtische und ländliche Entwicklung) zu einem Gesprächsabend für afrikanische Familien, zum gegenseitigen Kennenlernen und miteinander Reden eingeladen. Dabei soll es um die Lebenserfahrung afrikanischer (oder auch Herkunfts-gemischter) Familien im Beusselkiez gehen und gemeinsam mit anderen Familien treffen und den Organisatoren von NARUD über Themen wie Schule, Kita, Ausbildung und Arbeit geredet werden.
Um 20 Uhr eröffnet MoViT im Nachbarschaftstreff des Stadtschloss Moabit die Ausstellung 'batik art' mit Werken des Batik Künstlers Kazeem Agboola.
Zentrales Thema des in Berlin lebenden Batik-Künstlers Kazeem Agboola ist seine Heimat Nigeria. Er gehört zur jungen Generation von Künstlern, die sich an traditionellem Kunsthandwerk und deren Motiven anlehnt und durch Adaption eine eigene Bildsprache gefunden hat. Die auf Papier entstandenen, mehrfarbigen Bilder sind seine Art kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Werte der Yoruba zu vermitteln.
In erstaunlicher Vielfalt verarbeitet er Eindrücke wichtiger Feste und Riten aber auch alltägliches wie Markttreiben oder Dorfleben. Seine Arbeiten zeichnen sich durch scharf verlaufende Konturen mit feinen fließenden Farbübergängen aus. Die rhythmisch gegliederten, nie statisch wirkenden Hintergrundstrukturen bilden Flächen in nuancenreicher Farbskala und die linearen Effekte verdeutlichen den aufwändigen Arbeitsvorgang. Seit 1994 ist Kazeem Agboola ausschließlich als Künstler tätig. Er hat sich auf Papierbatik, Batikkleidung und Ölmalerei spezialisiert.
Die Tänzerin Carmen Issler wird die Besucher der Vernissage mit einer 'afro dance art performance' mitreissend in die Welt Afrikas entführen. Auch hier besteht die Möglichkeit wunderbarer Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Und vielleicht finden ja dann auch die Besucher beider Veranstaltungen an dem Abend noch zueinander.
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Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.
Jetzt kommt die Vielfalt der Welt nach Moabit. Eine Buchhandlung, geführt von der Literaturagentin Sharmaine Lovegrove. Die möchte den Verlagen zeigen, was sie falsch machen.
Man muss nicht gewinnen, um als Siegerinnen vom Platz zu gehen. Klingt nach einer Floskel, aber für den FSV Moabit ist es wahr. Die Frauenmannschaft hat gegen den männlich dominierten FC Bundestag verloren. Und halt auch nicht.