Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Vor 75 Jahren, im späten November 1943, wurden große Teile Berlins bombardiert, ganze Stadtteile mit ihren Bauten zerstört und etwa 3.000 Menschen Opfer dieses Kriegsgeschehens. Auch in Moabit. Nachts kamen sie, die »Tommys«, die englischen Flieger, und mit ihnen die Luftangriffe. Nachts ging es für die Bevölkerung des zentral gelegenen Bezirks in die Keller, die Schutz spendeten oder auch zur tödlichen Falle wurden.
»Ich dachte, ich ersticke, so ein Rauch. Manche Straßen konnte man nicht passieren, da die Häuser einstürzten. Am 22.11.43 ist das passiert (...)« Bis auf Heilige Geist überstand keine der Moabiter Kirchen diesen nächtlichen Luftangriff. Und auch Malwina und Sylva Kloss überlebten nicht. Mutter und Tochter aus der Emdener Straße 47b, wurden in der darauffolgenden Nacht in ihrem Haus verschüttet und starben mit vielen Nachbarn unter den Trümmern. Die jetzt gefundenen Briefe an Verwandte geben einen kleinen Einblick in ihre damalige Gefühls- und Lebenswelt: Angst, Hoffnung, Freude, Trauer, Zuversicht und Glaube.
In Bildern, Berichten und Briefen soll im Rahmen der Ausstellung »Novembernächte 1943« am Beispiel der Schicksale von Opfern, aber auch der Zerstörung von St. Johannis dem Gedenken an das Geschehene Raum gegeben werden.
Die Ausstellung ist bis zum 16. Dezember zu besuchen - während der Offenen Kirche in St. Johannis (So 9–12 Uhr, Di 16–18 Uhr, Mi–Fr 12–18 Uhr).
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.