Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Im Frühling ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass der Zugang zur dreieckigen Plattform an der Promenade entlang des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal abgesperrt ist. Warum? O.k. die Sicherheit! Ein etwa 1 Meter mal 1 Meter großes Quadrat ist aus dem Metallgitter, aus dem die Plattform besteht, verschwunden. Dort klafft ein Loch. Außerdem fehlt an einer der vier Bänke ein Holzbrett, an zwei weiteren Bänken sind ein paar Bretter schadhaft. Also Bauzaun aufstellen. Fertig!
Hoffentlich wird das bald repariert, dachte ich noch. Denn es ist ein wunderschöner Platz um noch am späten Nachmittag in Herbst- und Frühlingstagen die letzte Sonne zu genießen.
Neulich musste ich feststellen: am Zustand der Plattform hat sich Monate später immer noch nichts geändert. Hätte wohl mal gleich nachfragen sollen, wann das Loch und die Bänke repariert werden. So schwer kann das doch eigentlich nicht sein. Und falls das Metallgitter nicht mehr zu bekommen ist, oder zu teuer für die Unterhaltung des Grünflächenamtes, könnte man das Loch doch vielleicht auch mit anderem Material wieder zu machen. Also doch mal nachfragen bei den Verantwortlichen im Bezirk?
Aber muss das wirklcih sein? Wer will, klettert eben auf die Plattform drauf und benutzt sie. Bisher hat sich noch keiner durch da Loch gestürzt. Der Bauzaun steht weiter da. Der Sicherungspflicht ist Genüge getan. Schadensersatzklagen hätten keine Grundlage. Warum sich also ärgern? So hat man auf der Plattform vielleicht sogar mehr Ruhe als früher, als sie noch in Ordnung war.
Die Promenade am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal wurde als Ersatzmaßnahme für Eingriffe in Natur und Landschaft der Deutschen Bahn beim Bau der Tiergarten-Tunnel und des Hauptbahnhof angelegt. Der Berlin-Kopenhagen-Radweg führt an ihr entlang. Die Böschung ist wunderschön, wenn dort im Sommer die verschiedensten Wildblumen blühen, Hummeln und andere Insekten summen. Schon Peter Josef Lenné hatte sich eine Promenade am Kanal gewünscht, auf deren Verwirklichung die Berliner allerdings 150 Jahre warten mussten.
Folgt man der Promenade nach Norden kommt man zum Nordhafen, an dessen Ost-Ufer sich jedes Wochenende bei schönem Wetter viele Erholungssuchende tummeln. Dort wo vor einiger Zeit im Rahmen der Umgestaltung des Sellerparks eine neue Siitzfläche gebaut wurde - ganz früher lag dort ein Restaurantschiff vor Anker - kann man manchmal ganz neue Freizeitaktivitäten beobachten: Slacklinen überm Wasser.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.