Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Der »Essener Park« ist eine Grünfläche im Blockinnenbereich zwischen Krefelder, Essener, Stromstraße und Alt-Moabit. Es gibt zwei Zugänge, über die man den Park erreichen kann. Bereits Mitte der 2010er Jahre gab es Pläne, das Areal, der bis dahin eher dem Wildwuchs überlassen war, behutsam zu gestalten, in Abstimmung mit den Eigentümern und den Anliegern und Nutzern. Hierfür sollten Mittel aus dem Städtebauförderprogramm »Lebendige Zentren und Quartiere« bereitgestellt werden. Im Jahr 2016 lag sogar schon ein entsprechendes Gestaltungskonzept vor. Doch im Endeffekt verhinderten 2016 die Proteste der sogenannten »Parkgruppe« (zu der auch die »BI Silberahorn« gehörte) die Weiterentwicklung des Parks.
Im Jahr 2022 stellte die SPD -Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Mitte einen Antrag, den Essener Park als Kiezpark weiterzuentwickeln. An dem Status »Öffentliche Grünfläche«, der ungesicherten Erschließung und dem ungepflegten Zustand hat sich seitdem nichts geändert. Noch immer ist das Areal im Fachvermögen des bezirklichen Straßen- und Grünflächenamts (SGA). Um die Gestaltungspläne wieder aufzunehmen, müsste das SGA an das bezirkliche Stadtplanungsamt herantreten.
Nun meldete sich im Sommer eine Gruppe von Anwohnern des Essener Parks mit einem Brief an die zuständige Bezirksstadträtin Almut Neumann, den wir im Folgenden dokumentieren.
»Sehr geehrte Frau Dr. Neumann, wir wenden uns heute an Sie, da wir sehr besorgt über den Zustand des Essener Parks sind. Er verkommt zusehends, die Wege werden von Pflanzen überwuchert, eine Bewässerung ist nicht mehr möglich. Es wurden schon Veränderungen vorgenommen z.B. eine Erweiterung des Hotelbaus und der Zuschlag von Teilen des Parksan eine Kita. Hierzu wurden die Anwohner vorher nicht befragt und nicht darüber informiert. Die BVV hatte beschlossen, ein Konzept für den Park vorzulegen, dies ist bislang unseres Wissens nach nicht erfolgt, wird aber dringend benötigt. Wir halten es für sinnvoll, alle Beteiligten – Vertreter der Kita, des Hotels, der Hausverwaltung Heimstaden und selbstverständlich auch die Anwohner – an einen Tisch zu bringen und ein Konzept zu entwickeln, um den Park als gepflegte öffentliche und öffentlich zugängliche Grünfläche zu erhalten. Um den Park richtig pflegen zu können, braucht das SGA z.B. die Möglichkeit, über die Einfahrt neben der Essener Straße 2 mit einem Kleinlaster in den Park zu kommen und der Wasseranschluss muss unbedingt reaktiviert werden, um eine Bewässerung z.B. von neu anzupflanzenden Bäumen möglich zu machen. Wir bitten Sie gerade als grüne Politikerin, ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen und dafür zu sorgen, dass diese Grünflächen erhalten und gepflegt werden. Diese grünen Innenhöfe wie der Essener Park sind nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern als ÖFFENTLICHE Grünanlage ein Ort für Erholung und Entspannung für die Anwohner und auch für viele Mitbürger im Westfälischen Viertel. Eine Kopie dieses Briefs geht auch an die BVV-Fraktionen von Die Grünen, Die Linke, SPD und CDU in Mitte. PS : Viele der Unterzeichner*innen haben sich in den 70er und 80er Jahren erfolgreich gegen die Bebauung des Parks eingesetzt – er liegt uns immer noch am Herzen.«
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.