Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Ende Juni wurde südwestlich des Hauptbahnhofs Lehrter Bahnhof auf dem (Teil-) Gelände des früheren Universum Landes Ausstellungsparks das neu gestaltete Dreieck auf dem „Restraum“ zwischen Bahntrasse, Alt-Moabit und Clara-Jaschke Straße durch Senatsbaudirektorin Regina Lüscher der Öffentlichkeit übergeben.
Realisiert wurde die Planung des Dresdener Landschaftsplanungsbüros Rehwaldt, das 2005 den 1. Preis eines Realisierungswettbewerbs mit seiner Planung gewonnen hatte. Keine leichte Aufgabe für die Planer, sollten sie doch im Abseits des Hauptbahnhofs, einen „Taschenpark“ gestalten, der auch wenn dann irgendwann einmal östlich der Clara-Jaschke-Straße ein neues Stadtquartier entstanden ist, diesem als „urbane Parkanlage“ Erholungsfunktionen anbietet.
Ausgangspunkt für die Landschaftsplaner war der vorhandene alte Baumbestand auf dem Gelände, den sie als „grüne Halle“ aufnahmen und durch Neupflanzungen ergänzten. Der Bodenbelag der „Halle“ wurde jedoch nicht naturbelassen, sondern als „wassergebundene Decke“, dem Material, mit dem auch viele Parkwege realisiert werden, ausgeführt. Zahlreiche Sitzelemente aus Holz ziehen sich in die Tiefe des Platzes hinein, der auch im Sommer gerade unter dem Altbaumbestand viel Schatten spendet. Die Böschung am ehemaligen Eingangsbereich zum Ausstelllungsgelände von Alt-Moabit aus, den die Planer großspurig „Mont Ulap“ nennen, wurde markant geformt und mit wintergrünen, schattenliebenden Bodendeckern bepflanzt.
Bei der Gestaltung der historischen Treppenanlage wurde Rücksicht auf die zahlreichen in ihr gewachsenen Bäume genommen, die im Laufe der Jahre die Treppe in ihrer Funktion zerstört hatten, der südöstliche Treppenteil wurde dagegen vollständig erneuert und ist so einwandfrei begehbar. Der Bereich zur Clara-Jaschke-Straße hin wurde als Plaza gestaltet. Dieser Bereich soll, wenn dann einmal angrenzend ein neues Stadtquartier entstanden ist, intensivere Nutzungsaktivitäten wie Außengastronomie, Veranstaltungen und kleinere Ausstellungen aufnehmen können.
Über die Löwen, die noch bis in die 80er Jahre hier standen, kann man hier nachlesen. Und da sich ULAP ja doch etwas schwerfällig anhört, vielleicht haben unsere Leser ja einige Namens-Vorschläge zu machen?
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Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.