Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Am 20. Dezember 2011, 19.00 Uhr findet im Nachbarschaftstreff des Stadtschloss Moabit, Rostocker Straße 32b, eine Bürgerinformationsveranstaltung statt, bei der die Planung für den Bau einer neuen Verladerampe für den Transport der Gasturbinen aus dem „Siemens AG Energy Sector Fossil Power Generation Division" Gasturbinenwerk an der Huttenstraße auf's Schiff und die Auswirkungen des neuen Transportweges auf den Kiez vorgestellt werden. Der Bau der Verladerampe – ursprünglich schon für 2010 angekündigt – soll nunmehr im Frühjahr 2012 beginnen und im Herbst 2012 abgeschlossen sein. Bauherr ist die BEHALA.
Transport des Prototyps der neuen Turbine aus dem Siemens-Werk, Foto:BEHALA
Die im Moabiter Werk produzierten Gasturbinen werden an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Bisher erfolgt der Transport der Turbinen zur Verladung auf's Schiff in den Nachtstunden über Turmstraße bzw. Alt-Moabit und Putlitzbrücke zum Westhafen. Über die Jahre verlangte der Gasturbinenmarkt immer leistungsstärkere und damit auch schwerere Maschinen. Das Gewicht der von Siemens neu entwickelten Gasturbine „SGT5-8000H“ von 520 Tonnen ist für den Transport auf dem bisherigen Weg zum Westhafen zu hoch, die Tragfähigkeiten von Brücken und Tunneln lassen den Transport auf dieser Strecke nicht zu. Daher wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“ein neues Logistikkonzept für den Transport entwickelt.
Visualisierung der RoRo-Rampe am Charlottenburger Verbindungskanal, Grafik: BEHALA
Am Charlottenburger Verbindungskanal wird an der Straße „Neues Ufer“ nahe der Einmündung zur Huttenstraße eine sogenannte „Roll on Roll off Rampe“ (kurz RoRo-Rampe) gebaut. An der Rampe kann ein speziell entwickeltes Spezialschiff der BEHALA anlegen, auf das ein Schwertransportverladefahrzeug samt der Turbinenlast direkt herauffahren kann. Das Spezialschiff transportiert als „shuttle“ die Turbine bis zum Westhafen, wo die Turbine für den weiteren Wasserweg (bis zu einem Seehafen) auf ein anderes Schiff umgeladen wird. Die Videoanimation der BEHALA veranschaulicht den Transport mit dem shuttle:
Der Straßentransport der Turbinen verläuft von der Werksausfahrt in der Wiebestraße zur Huttenstraße und weiter zum Neuen Ufer in den Einfahrtbereich zur Rampe. Grundsätzlich erfolgt die Verladung sämtlicher Turbinen aus dem Siemens-Standort über diesen Weg. Dadurch wird der bisher nachts genutzte Transportweg auf einer Strecke von ca. 5 km vom Schwerverkehr spürbar entlastet. Die Transporte finden zukünftig tagsüber auf einer Strecke von nur noch ca. 700 m statt. Auf dem kurzen Stück an der Westseite der Wiebestraße muss für den Transport mit dem 6,30 m breiten Straßenfahrzeug ein Halteverbot eingerichtet werden. Im weiteren Verlauf des Transportweges Huttenstraße und Neues Ufer sind keine zusätzlichen Halteverbote notwendig. Wenn ein Transport zur Rampe stattfindet, wird die Buslinie M 27 punktuell umgeleitet, sodass nur für kurze Zeit die Bushaltestelle „Neues Ufer“ nicht bedient wird, die Haltestellen an der Huttenstraße sowie Goslaer Platz können auch während der Transporte weiter genutzt werden.
Nachtrag
: H.E. hat unten im Kommentar Nr. 14 auf den Artikel in der Berliner Woche vom 14.12.2011 verwiesen, das pdf ist jedoch immer nur ca. 3 Wochen im Netz zu finden.
Dann kann es jedenfalls nicht mehr vorkommen, dass ein falsch geparktes Diplomatenfahrzeug den Turbinen die Fahrroute versperrt.
Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.