Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Heute fragte ich eine sehr müde aussehende Bekannte, die am Stephanplatz wohnt, nach ihrem Befinden.
Sie antwortete mir, sie könne nicht schlafen, wegen einer Nachtigall, die die ganze Nacht auf dem Stephanplatz gesungen hat. Als Moabit noch im Bezirk Tiergarten war, hätte das keinen gewundert, aber jetzt in Mitte.
Wikipedia sagt dazu "Der Gesang der Nachtigall ist reich, wohltönend und laut und wird von Menschen als sehr angenehm und schön empfunden. Der Gesang ist überaus komplex und besteht aus Strophen dicht gereihter Einzel- oder Doppeltöne. Im zeitigen Frühjahr singen unverpaarte Nachtigallenmännchen ab elf Uhr nachts bis in den Morgen; der Nachtgesang dient wohl vor allem zur Anlockung einer Brutpartnerin und wird nach erfolgter Paarbildung eingestellt. Ab Mitte Mai singen daher meist nur noch unverpaarte Männchen nachts."
Demnach handelt es sich wohl um ein Nachtigallmännchen, ein Moabiter Single, der noch ohne Braut seine Stimme zur Partnerwahl erklingen lässt. Meine Bekannte vom Gesang geweckt, obwohl auch Single, wird wohl müde bleiben, bis der seltene Vogel eine passende Frau gefunden hat.
Im weiteren Gespräch über wilde Tiere im Stephankiez wurde mir glaubhaft versichert, dass es neben einem Fuchs auch diverse Fledermäuse gibt, die sich mit uns den Stephankiez teilen.
Das vergangene Jahr 2024 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Selma Meerbaum-Eisinger mit vielen ganz unterschiedlichen Veranstaltungen zum Meerbaum-Jahr. 2025