Seit wenigen Monaten versucht eine junge Kneipenbesitzerin die Barlandschaft Moabits zu revolutionieren. Mit freundlichem Konzept und Strenge schafft sie ein Umfeld, das alle ansprechen kann. Sofern sie sich benehmen.
Seit letzter Woche fasten Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt. Abends wirken die Moabiter Restaurants jetzt festlicher denn je. Vielen Außenstehenden ist die Praxis des Ramadan fremd. Aber müssen sie deshalb so ignorante Fragen stellen?
Als ich am sehr frühen Freitag Morgen am Himmel den Hubschrauber hörte, war ich gerade rausgegangen, um noch einen kurzen Spaziergang zu machen. Der Lärm hat sicher viele Menschen rund um die Lüneburger Straße geweckt, denn der unbeleuchtete Helikopter stand minutenlang an der gleichen Stelle. Ich dachte mir schon, dass sie auf der Suche nach Auto-Brandstiftern waren, erst einige Tage zuvor waren ja auch in Moabit und im Hansa-Viertel teure Wagen angezündet worden. Tatsächlich wurden zwei Männer festgenommen, aber nicht auf frischer Tat, so dass sie wieder freigelassen wurden. Kurz habe ich überlegt, ob ich in die Richtung gehe, aber bevor ich die Nacht auch auf der Polizeiwache verbringe, habe ich mich doch für eine Tour durch den Stephan-Kiez entschieden. Während der halben Stunde begegneten mir immer wieder die gleichen Autos, besetzt mit zwei oder drei Männern. Sie schauten dermaßen auffällig unauffällig, dass dass kein Krimi-Regisseur das hätte durchgehen lassen. Heute Nacht, drei Tage später, war ich wieder gegen 2 Uhr unterwegs, diesmal mit Fahrrad. Natürlich nicht unauffällig, sondern hell beleuchtet. Und nur wenige Minuten später hing tatsächlich ein Auto an mir dran, das mit rund hundert Metern Abstand immer hinter mir her fuhr. Dazu kam das immer gleiche Taxi, das insgesamt fünf oder sechs Mal meinen Weg kreuzte. Wenn die Polizei immer so auffällig die Gegend observiert, wird der Fang von Freitag früh wohl eine Ausnahme bleiben.
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Wenn Menschen ihr Platz in der Gesellschaft vorenthalten wird, müssen sie sich andere suchen. Die Kunstgruppe MoArts bietet genau diese Räume. Nun zeigt sie ihre Jubiläumsausstellung aus 15 Jahren Kreativität.
Zum sechsten Jahrestags des rechtsextremen Terroranschlags in Hanau gedenken die Moabiter Omas gegen Rechts der Ermordeten. Und wollen dabei ein klares Zeichen setzen.